WHO kritisiert Stiko-Empfehlung: Vakzin-Mix ist „gefährlicher Trend“ – Jens Spahn empfiehlt diese ebenfalls

WHO-Chefwissenschaftlerin spricht sich gegen Kreuzimpfungen aus – Wieso ist Spahn dafür?

Noch am 2. Juli 2021 hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für die Kreuzimpfung geworben. Damit war er einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) gefolgt, berichtete tagesschau.de. Die STIKO plädierte für den Einsatz eines mRNA-Impfstoffs von BioNTech/Pfizer oder Moderna als Zweitimpfung nach dem Vektor-Impfstoff AstraZeneca.
Spahn sagte zu der Kombination von Impfstoffen, dass sie nach wissenschaftlichen Erkenntnissen besonders wirksam sei. Sie biete einen hohen Schutz, ausreichend Impfstoffe seien auch vorhanden. In der Begründung der STIKO hieß es, dass durch die Kreuzimpfung der Zeitraum zwischen Erst- und Zweitimpfung verringert werden könne. Statt der neun bis zwölf Wochen zwischen zwei AstraZeneca-Impfungen seien es nur mindestens vier.
Bereits vorher war man in Deutschland dazu übergegangen, Patienten unter 60 Jahren AstraZeneca als Zweitimpfung nicht zu verabreichen. Grund hierfür waren einige Thrombose-Fälle, die vor allem bei jungen Frauen aufgetreten waren.

Die Chefwissenschaftlerin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Soumya Swaminathan, hat sich auf einer Pressekonferenz am Montag in Genf dagegen ausgesprochen, dass Patienten Corona-Impfstoffe unterschiedlicher Hersteller erhalten.

Es handelt sich hier ein bisschen um einen gefährlichen Trend. Wir befinden uns auf einem daten- und belegfreien Gebiet.

Soumya Swaminathan 12.07.2021

Der US-Pharmakonzern Pfizer drängt derzeit die Regulierungsbehörden in den USA und Europa, die Drittimpfung, sogenannte „Auffrischungen“, zu genehmigen. Man stellt sich am Ende die Frage, worauf Jens Spahn seine Aussage, dass die Kombination nach wissenschaftlichen Erkenntnissen besonders wirksam ist, stützt? Denn alle Impfstoffe befinden sich derzeit noch in der Phase III Studie.

Frage des RT-Redakteurs Florian Warweg: Die Chefwissenschaftlerin der WHO hat sich am Montag in Genf sehr explizit gegen Kreuzimpfungen ausgesprochen.
Mich würde interessieren: Wie bewertet das Gesundheitsministerium auch vor dem Hintergrund, dass Minister Spahn das sehr wohl empfohlen hat, diese Warnung der WHO aus Genf?

Antwort Kautz: Sie wissen, dass die STIKO das anders sieht. Es gibt eine Impfempfehlung der STIKO, die besagt, dass eine Kreuzimpfung von AstraZeneca plus mRNA-Impfstoff mindestens genauso wirksam ist wie eine homologe Impfung. Das ist für uns der Maßstab.

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Author: James Fond