„Wer sich nicht impfen lässt, dem sollte der Besuch von Restaurants, Theatern und Fußballspielen untersagt werden.“

Der sol­ches von sich gibt, meint auch:

»Im Impfzentrum Köln sind uns alle Kinder ab 12 Jahren will­kom­men – wenn sie über das KV-Portal einen Termin bekom­men. Wenn die Schüler im neu­en Schuljahr Präsenzunterricht haben und die Studierenden end­lich wie­der in die Hörsäle kom­men sol­len, muss die Impfquote gera­de bei jun­gen Menschen hochgehen.«

So jemand wird nicht wegen Verfassungsbruchs beob­ach­tet, bekommt kein ärzt­li­ches Standesverfahren und auch kei­ne Anzeige wegen Nötigung, son­dern darf wei­ter das Impfzentrum Köln lei­ten. Im Artikel auf rp-online.de vom 7.7., über­schrie­ben mit »„Impfzentren und Praxen sit­zen auf Tausenden Dosen Astrazeneca“« (Bezahlschranke), erfah­ren wir in „Jura-Zwerges Ton“ (Anagramm): 

»Jürgen Zastrow ist der Leiter des Impfzentrums Köln und impft auch in sei­ner eige­nen HNO-Praxis.«

Damit dürf­te er nahe­zu so kom­pe­tent wie ein regie­ren­der Bankkaufmann sein, Fragen zu Epidemien und Risiken für Kinder zu beur­tei­len. Die Aufzählung sei­ner Jobs läßt zumin­dest ver­mu­ten, daß er rech­nen und wirt­schaft­lich den­ken kann:

»ZASTROW …Nun sit­zen Impfzentren und Praxen auf Tausenden Impfdosen, die sie ger­ne zurück­ge­ben wür­den oder ansons­ten ver­nich­ten müss­ten. Allein in mei­ner eige­nen Praxis lagern 1080 Dosen.«

Da hat einer die Konjunktur falsch ein­ge­schätzt. Die Redakteurin hat Mitgefühl und fragt den HNO-Fachmann, was die Stiko so treibt:

»Hartleibig ist die Stiko auch beim Thema Kinder-Impfen… Erläutern Sie uns, was die Stiko treibt.

ZASTROW Die Stiko betrach­tet nur das Individualrisiko. Und weil bei Kindern die Gefahr schwe­rer Verläufe gering ist, emp­fiehlt sie die Impfung nicht. Aber was sind schon zwei Tage mög­li­che Nebenwirkungen gegen das Restrisiko einer Corona-Erkrankung? Zudem muss man das Ganze epi­de­mio­lo­gisch sehen: Je schnel­ler wir auch Kinder und Jugendliche imp­fen, des­to schnel­ler ist für uns alle die Pandemie gebannt. Die Stiko kennt das Leben nicht und ver­gräbt sich in ihrem Elfenbeinturm. Das mag sonst kein Problem sein, in der Pandemie ist das fatal.«

Eine aus­nahms­wei­se, in die­sem Punkt aber bemer­kens­wert stand­haft vor­sich­ti­ge Stiko kann Gefahren für Leib und Leben bei der „Kinder-Impfung“ nicht aus­schlie­ßen und bekommt zu hören, sie ken­ne das Leben nicht. Wer regt sich schon auf über Hirnthrombosen und Hermuskelerkrankungen?

Auch Gassen von der KBV bekommt sein Fett weg:

»ZASTROW Ich schät­ze Herrn Gassen sehr, er will mit Belohnung den Impfanreiz erhö­hen. Ich wür­de aber den ande­ren Weg gehen: Wer sich nicht imp­fen lässt, obwohl es ein Impfangebot gibt, dem soll­te etwa der Besuch von Restaurants, Theatern und Fußballspielen unter­sagt wer­den. Tests allei­ne rei­chen dann nicht.«

Wer einem sol­chen Experten ein Ohr leiht oder gar noch wich­ti­ge­re Körperteile, der ist selbst schuld.

Author: aa