Was ist drin, im Impfstoff von BioNTech-Pfizer?

Der Artikel mit dieser Überschrift auf de.euronews.com, nicht gerade eine Verschwörungsplattform, stammt vom 18.12.2020. Möglicherweise sind die dort aufgeführten Erkenntnisse also nicht mehr aktuell und diese Information gar nicht so alarmierend:

»In einer Analyse des Impfstoffs zusammen mit Experten erklärt das Journal des Massachusetts Institute of Technology, dass Pfizer wahrscheinlich nicht 100 % der Inhaltsstoffe veröffentlicht hat, weil die genetische Sequenz der mRNA des Virus und die genauen Nukleoside, die es verändert hat, nicht bekannt sind.

„Wir glauben, dass Pfizer nicht genau spezifiziert hat, welche Sequenz es verwendet oder welche Nukleoside es modifiziert hat. Das bedeutet, dass der Inhalt des Impfstoffs möglicherweise nicht zu 100 % öffentlich ist“, sagt Autor Antonio Regalado.

Angesichts dieser Komponenten ist es schwierig zu sagen, was die allergischen Reaktionen zweier britischer Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes verursacht hat. Einige Experten glauben, dass es sich um eine Reaktion durch Stimulation des Immunsystems handeln könnte.«

In dem verlinkten Artikel ist zu lesen:

»Facebook sagte am 3. Dezember, dass es Beiträge mit falschen Behauptungen oder Verschwörungstheorien darüber entfernen würde, was in den Covid-19-Impfstoffen enthalten ist, auf die jeder zählt.

Angesichts von Gerüchten, die besagen, dass Bill Gates Tracking-Mikrochips in den Impfungen installiert hat, oder dass die Impfungen Luziferase enthalten, eine leuchtende Chemikalie aus Glühwürmchen, deren Name manche Leute an den Teufel denken lässt, schlug das Unternehmen vor, dass es solche Behauptungen durch einen Verweis auf die „offizielle Impfstoff-Inhaltsstoffliste“ kontrollieren würde.«

Es werden sodann die Inhalte aufgelistet, die von der FDA mitgeteilt wurden.

Pfizer hat es nicht genau gesagt

»Das Lesen der Inhaltsstoffliste ist wie ein Blick auf die Seite einer Müslipackung, nur dass man einen Abschluss in organischer Chemie braucht, um sie zu verstehen. Wir haben uns Hilfe von verschiedenen Wissenschaftlern und Biotech-Unternehmern geholt, um zu verstehen, was jeder der Inhaltsstoffe bewirkt, und um einige fundierte Vermutungen über andere anzustellen.

Die mRNA

…Die mRNA im Impfstoff ist zwar nicht ganz dasselbe wie das Zeug in Ihrem Körper. Das ist gut, denn eine Zelle ist voller Abwehrkräfte, die bereit sind, RNA zu zerhacken, insbesondere solche, die dort nicht hingehört. Um das zu vermeiden, wurden einige der mRNA-Bausteine durch so genannte „modifizierte Nukleoside“ ersetzt.

Aber Pfizer hält sich ein wenig zurück. Die Sequenz des Spike-Gens kann in kleinen Schritten für eine bessere Leistung verändert werden, unter anderem durch das Vertauschen von Buchstaben. Wir glauben nicht, dass Pfizer genau gesagt hat, welche Sequenz es verwendet, oder welche modifizierten Nukleoside. Das bedeutet, dass der Inhalt der Aufnahme möglicherweise nicht zu 100% öffentlich ist...

Die Lipide

Der Impfstoff von Pfizer, wie auch der von Moderna, verwendet Lipid-Nanopartikel, um die RNA zu umhüllen. Die Nanopartikel sind im Grunde winzige fettige Kügelchen, die die mRNA schützen und ihr helfen, in die Zellen zu gleiten.

Diese Partikel haben wahrscheinlich einen Durchmesser von etwa 100 Nanometern. Kurioserweise ist das ungefähr die gleiche Größe wie das Coronavirus selbst.

Pfizer sagt, es verwendet vier verschiedene Lipide in einem „definierten Verhältnis“. Das Lipid ALC-0315 ist der Hauptbestandteil der Formulierung. Das liegt daran, dass es ionisierbar ist – ihm kann eine positive Ladung verliehen werden, und da die RNA eine negative hat, haften sie aneinander. Es ist auch eine Komponente, die Nebenwirkungen oder allergische Reaktionen hervorrufen kann. Die anderen Lipide, darunter das bekannte Molekül Cholesterin, sind „Helfer“, die den Nanopartikeln strukturelle Integrität verleihen oder sie am Verklumpen hindern. Bei der Herstellung werden die RNA und die Lipide zu einer blasigen Mischung verrührt, um das zu bilden, was die FDA als „weiße bis cremefarbene“ gefrorene Flüssigkeit beschreibt…«

PEG als Bestandteil des Lipids ALC-0315

In der aktuellen „Information for Healthcare Professionals on Pfizer/BioNTech COVID-19 vaccine“ der britischen Regierung heißt es:

»6.1 Liste der Hilfsstoffe
Dieser Impfstoff enthält Polyethylenglykol/Makrogol (PEG) als Bestandteil von ALC-0159.«

Am 9.4. ist auf pharmazeutische-zeitung.de zu lesen:

»PEG als ein Anaphylaxie-Auslöser nach Covid-Impfung bestätigt

Nach Impfung mit der mRNA-Vakzine Comirnaty® von Biontech und Pfizer gegen Covid-19 können Anaphylaxien auftreten. Als Auslöser steht Polyethylenglykol (PEG) unter Verdacht. Das konnten britische Forscher nun in einem Fall bestätigen. Was bedeutet das für Allergiker?

Schon am ersten Tag der Covid-Impfkampagne in Großbritannien traten zwei Fälle von Anaphylaxien innerhalb von Minuten nach Gabe des mRNA-Impfstoffs Tozinameran (Comirnaty®) von Biontech/Pfizer auf. Weitere Fälle folgten, was schließlich dazu führte, dass entsprechende Sicherheitsmaßnahmen beim Impfen getroffen und Sicherheitshinweise in die Fachinformationen aufgenommen wurden. Früh galt der Hilfsstoff Polyethylenglykol (PEG) als möglicher Auslöser der schweren allergischen Reaktionen. Bewiesen war das bislang aber nicht.

Nun zeigt die Untersuchung eines der ersten Fälle von Anaphylaxie nach Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer in Großbritannien, dass PEG tatsächlich die Anaphylaxie ausgelöst hatte…

Der Fallbericht zeige zum ersten Mal, dass PEG ein Auslöser von Anaphylaxien nach Tozinameran-Gabe sein kann, schreibt das Team um Sellaturay. PEG-Allergien seien aber sehr selten und die Impfung daher sehr sicher. Es sei noch unklar, ob auch andere Bestandteile des Impfstoffs die schweren allergischen Reaktionen auslösen könnten, da bei drei weiteren Betroffenen Pricktests auf PEG negativ ausgefallen waren

Auch in Deutschland sind Anaphylaxien nach Einsatz der drei bisher verfügbaren Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und Astra-Zeneca aufgetreten. Laut Informationen des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) wurden etwa elf Fälle auf 1 Million verimpfter Dosen gemeldet…«

293 Fälle in Deutschland

Inzwischen berichtet das PEI von 293 Fällen:

»Anaphylaktische Reaktionen Bis zum 31.05.2021 wurden 293 Meldungen vom Paul-Ehrlich-Institut als Brighton Collaboration19 (BC)-Level 1–4 bewertet (Level 1 entspricht dem höchsten, Level 2 und 3 geringeren Graden der diagnostischen Sicherheit, Level 4 sind Meldungen eines Verdachts auf Anaphylaxie mit unvollständigen Angaben zur klinischen Symptomatik). Das mittlere Alter der 293 Personen betrug 45,2 Jahre. Betroffen waren 32 Männer und 260 Frauen. Bei einer Person wurde das Geschlecht nicht mitgeteilt. Von den 175 BC-Level 1–3-Meldungen traten die ersten Symptome bei 81 Personen (54,4 % der Personen mit bekanntem Symptombeginn) innerhalb der in der Fachinformation empfohlenen Nachbeobachtungszeit von 15 Minuten nach der Impfung auf und bei 109 Personen (73,2 %) innerhalb von 0 bis 30 Minuten Bei 18 Personen begannen die Symptome am Impftag ohne Angabe des genauen Zeitpunkts des Symptombeginns.«

Bei ca. 50 Millionen verimpfter Dosen entspricht das 5,8 Fällen auf 1 Million Dosen.

Noch nie in einem zugelassenen Impfstoff verwendet

Bereits am 21.12.2020 war im Magazin „Science“ unter dem Titel „Der Verdacht wächst, dass Nanopartikel in Pfizers Impfstoff COVID-19 seltene allergische Reaktionen auslösen“ zu lesen:

»PEG wurde noch nie in einem zugelassenen Impfstoff verwendet, aber es ist in vielen Medikamenten enthalten, die gelegentlich Anaphylaxie ausgelöst haben – eine potenziell lebensbedrohliche Reaktion, die Hautausschläge, einen stark abfallenden Blutdruck, Kurzatmigkeit und einen schnellen Herzschlag verursachen kann. Einige Allergologen und Immunologen glauben, dass eine kleine Anzahl von Menschen, die zuvor mit PEG in Berührung gekommen sind, hohe Mengen an Antikörpern gegen PEG haben können, wodurch sie das Risiko einer anaphylaktischen Reaktion auf den Impfstoff haben…

Anaphylaktische Reaktionen können bei jedem Impfstoff auftreten, sind aber in der Regel extrem selten – etwa eine pro 1 Million Dosen

Damit kann die vom PEI benannte Zahl nicht mehr als extrem selten bezeichnet werden.

Beschichtungsmaterial für superparamagnetische Eisenoxid-Nanopartikel

Nun wird es spekulativ. In einem 2012 von der „National Library of Medicine“ veröffentlichten Artikel  „Superparamagnetische Eisenoxid-Nanopartikel: magnetische Nanoplattformen als Medikamententräger“ ist zu lesen:

»Ein zielgerichtetes Medikamentenabgabesystem ist das Gebot der Stunde. Magnetische Eisenoxid-Nanopartikel mit Hilfe eines externen Magnetfeldes zu ihrem Ziel zu führen, ist das Prinzip hinter der Entwicklung von superparamagnetischen Eisenoxid-Nanopartikeln (SPIONs) als neuartige Wirkstoffträger. SPIONs sind kleine synthetische γ-Fe₂O₃ (Maghemit) oder Fe₃O₄ (Magnetit) Partikel mit einem Kern zwischen 10 nm und 100 nm Durchmesser. Diese magnetischen Partikel sind mit bestimmten biokompatiblen Polymeren wie Dextran oder Polyethylenglykol beschichtet, die chemische Griffe für die Konjugation von therapeutischen Wirkstoffen bieten und auch ihr Blutverteilungsprofil verbessern. Die aktuelle Forschung an SPIONs eröffnet weite Horizonte für ihre Verwendung als diagnostische Mittel in der Magnetresonanztomographie sowie als Vehikel für die Verabreichung von Medikamenten.«

Hier ist nicht die Rede von Impfstoffen. In Magnetischer Impfstoff? Klingt sehr nach VT wurde gezeigt, daß 2014 über „Superparamagnetische Nanopartikel zur Verabreichung eines DNA-Impfstoffs“ berichtet wurde. Es wurde darauf hingewiesen, daß es weder einen erkennbaren Grund gibt, warum die aktuellen „Impfstoffe“ ein derartiges Verfahren nutzen könnten – sie werden nicht „mit Hilfe eines externen Magnetfeldes zu ihrem Ziel“ geführt – noch einen Hinweis darauf, daß derartige Inhaltsstoffe verwendet werden.

Es hat sich erwiesen, daß PEG öfter als „extrem selten“ als Ursache für schwere Nebenwirkungen in Frage kommen. Für ihre Gefährlichkeit bedarf es keiner weiteren Kombination mit superparamagnetischen weiteren Stoffen. Weit bedenklicher sind die im ersten Artikel benannte Geheimniskrämerei der Hersteller und die Unbedarftheit der Zulassungsbehörden diesbezüglich.

Author: aa