„Tagesschau-Faktenfinder“: K.L. lügt – nach und?

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Gnadenlos gibt sich der „Faktenfinder“ mit soge­nann­ten Corona-Leugnern. Für Lauterbach fin­det er mil­de Worte.

Auf tagesschau.de schreibt er am 29.6.:

»Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat die Ständige Impfkommission (Stiko) auf­ge­for­dert, ihre ein­ge­schränk­te Empfehlung für Corona-Impfungen von Kindern zu über­den­ken. Die Stiko argu­men­tie­re, dass Covid-19 für Kinder harm­los sei, sag­te Lauterbach am Montag der „Rheinischen Post“. „Für die Delta-Variante gilt dies mei­ner Ansicht nach aber nicht“, beton­te er. In Großbritannien wür­den bereits vie­le Kinder mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt.

Die Äußerungen haben die Diskussion über die Impfung von Kindern wei­ter ange­heizt. Kinder- und Jugendärzte stell­ten sich in der Debatte um Risiken durch die Delta-Variante für Kinder hin­ter die Beurteilung der Stiko.

Daten zeigen keine stark steigenden Zahlen

Daten zei­gen, dass die Zahl der Corona-Infektionen in Großbritannien zwar tat­säch­lich steigt – die der infi­zier­ten Kinder und Jugendlichen, die im Krankenhaus behan­delt wer­den müs­sen, aber gering bleibt. Dies gilt sowohl für England als auch Schottland und ande­re Teile des Vereinigten Königreichs.

Im Gespräch mit tagesschau.de erklär­te Lauterbach dazu, er habe sich bei sei­ner Aussage auf einen Minister aus Schottland bezo­gen, der von mehr Kindern in Krankenhäusern berich­tet, dies spä­ter aber wie­der rela­ti­viert habe. Tatsächlich zeig­ten die Zahlen aus Großbritannien kei­ne deut­li­chen Steigerungen, sag­te Lauterbach. Er ver­wies aller­dings auf Erkenntnisse zu „Long Covid“ bei Kindern und Daten aus den USA sowie Indien, die schwe­re­re Verläufe bei Kindern und Jugendlichen anzeig­ten. Daher blei­be er bei sei­ner Einschätzung, Impfungen sei­en wich­tig und not­wen­dig, um Kinder und Jugendliche vor der Delta-Variante zu schüt­zen und das Infektionsgeschehen ein­zu­däm­men…«

Zur wei­te­ren Ehrenrettung des Mannes, der sich häu­fig irr­te, erfolgt der Verweis auf “ eine neue Studie“, wonach die „Impfung“ in Großbritannien 27.000 Leben geret­tet habe. Natürlich han­delt es sich hier wie­der um ein Modell:

»Die Gesamtsumme wur­de berech­net, indem die geschätz­te Auswirkung der Impfung auf die Infektions- und Sterblichkeitsrate mit einem Worst-Case-Szenario ver­gli­chen wur­de, bei dem kei­ne Impfstoffe zur Senkung der Infektions- und Sterblichkeitsrate ein­ge­setzt wurden…

Die Zahl der durch das Impfprogramm geret­te­ten Infektionen und Todesfälle ist nicht nur erstaun­lich hoch, son­dern wächst expo­nen­ti­ell wei­ter, wenn das Impfprogramm fort­ge­setzt wird.«

Nur dar­um geht es.

Die Entlarvung der Falschaussagen durch die „Tagesschau“ führt im übri­gen mit­nich­ten dazu, daß Lauterbach wei­ter fort­wäh­rend als Experte ins Feld geführt wird.

Author: aa