RKI – Coronavirus SARS-CoV-2 – Infektionsketten digital unterbrechen mit der Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App ist ein wichtiger Baustein der Pandemiebekämpfung

Corona-Warn-App auf einem Smartphone. Quelle: Bundesregierung

Hier können Sie die Corona-Warn-App herunterladen

Corona-Warn-App für iOS
Corona-Warn-App für Android

Überblick über neue und geplante Funktionalitäten

Mit dem Update auf die Version 2.0 wurde die Corona-Warn-App um die Möglichkeit der Eventregistrierung zur Cluster-Erkennung in Innenräumen erweitert.

Nutzende können ihre Teilnahme an einem Event durch Scan eines durch den Veranstalter erstellten QR-Codes in der Corona-Warn-App registrieren. So können sie im Einzelhandel, bei Veranstaltungen oder privaten Treffen per QR-Code einchecken. Dabei werden keine persönlichen Daten erfasst. Die Events, an denen die/der Nutzer/in teilgenommen hat (bzw. deren QR-Code gescannt wurde) werden im Kontakttagebuch der App auf dem Smartphone gespeichert. Erhält die Nutzerin/der Nutzer später eine Risikobenachrichtigung (Warnung), ist ersichtlich, ob die Risikobegegnung im Zusammenhang mit einer der registrierten Events stattgefunden hat.

Weitere Details zu den Updates können Sie jeweils nach Veröffentlichung auf dem Blog der Entwicklungsteams nachlesen.

Plakat „So teilen Sie Ihren positiven Test in der Corona-Warn-App“

Plakat „Positiv getestet? So teilen Sie Ihr Ergebnis über die Corona-Warn-App“ (PDF, 4 MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Die Corona-Warn-App kann helfen Infektionsketten zu unterbrechen. Dafür ist es entscheidend, dass Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet werden mit Hilfe der App warnen. Voraussetzung dafür ist, dass Personen, die einen PCR-Test machen, diesen in der App registrieren. Das Plakat erklärt Schritt für Schritt, wie dies funktioniert.

Beitrag der Corona-Warn-App zur Pandemiebekämpfung

Ein zentraler Bestandteil der Bekämpfung jeder Pandemie ist das Unterbrechen der Infektionsketten. Mit der Corona-Warn-App können Sie als Nutzerin oder Nutzer einen wichtigen Beitrag leisten. Mit Hilfe der App können Risikobegegnungen im öffentlichen Raum erfasst und andere Menschen gewarnt werden, die mit Infizierten in Kontakt gekommen sind. Dadurch kann die Corona-Warn-App die Arbeit der Gesundheitsämter beim Nachverfolgen der Kontakte Corona-positiv getesteter Personen unterstützen. Die Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter bleibt weiterhin nötig, z.B. um Personen zu ermitteln bzw. zu informieren, die die App nicht nutzen oder kein Smartphone besitzen.

Die Kontaktnachverfolgung und Benachrichtigung über die App ersetzt selbstverständlich NICHT die nach dem Infektionsschutzgesetz vorgeschriebenen Meldewege.

Die Corona-Warn-App wird vom Robert Koch-Institut für die deutsche Bundesregierung herausgegeben. Download und Nutzung der App sind freiwillig.

Wichtiger Hinweis: Ihre Daten sind sicher. Die Corona-Warn-App erfüllt höchste Ansprüche an den Datenschutz und arbeitet sehr datensparsam. Daher stehen allerdings auch nur im begrenzten Maßen Daten zur Auswertung ihrer Nutzung zur Verfügung.

Grundsätzliche Funktionsweise der Corona-Warn-App

Wie funktioniert und was kann die Corona-Warn-App (Erklärfilm)

Corona-Warn-App. Source: Bundesregierung

Eine genaue Anleitung finden Sie im folgenden Schaubild: So funktioniert die Corona-Warn-App im Detail (PDF, 2 MB, Datei ist nicht barrierefrei).

Statusanzeigen in der Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App hat drei verschiedene Statusanzeigen: „unbekanntes Risiko“ (grau), „niedriges Risiko“ (grün) und „erhöhtes Risiko“ (rot).

Bei der Status­anzeige „un­be­kanntes Risiko“ war die Risiko­ermittlung noch nicht lange genug aktiv, so dass keine Risiko­berech­nung vor­ge­nommen werden konnte.

Die Status­anzeige „niedriges Risiko“ zeigt an, dass die App keine Be­geg­nung mit einer in der App doku­men­tierten Corona-posi­tiven Person iden­ti­fiziert hat oder dass die rele­vanten Schwellen­werte nicht über­schritten wurden.

Zeigt die App ein „niedri­ges Risikoan und listet gleich­zeitig Risiko­be­gegnun­gen auf, be­deu­tet dies, dass Sie Kontakt mit einer Corona-posi­tiven Person hatten, die Be­gegnung aber so kurz oder die Distanz so groß war, dass höchst­wahr­schein­lich kein erhöh­tes An­steckungs­risiko be­standen hat. Sie müssen in diesem Fall nichts tun, werden aber erneut für die geltenden Abstands- und Hygiene­regeln sensibi­lisiert.

Erscheint die Status­anzeige „erhöhtes Risiko“ auf dem Smart­phone der Nutze­rin/des Nutzers, hatte sie/er in den ver­gan­ge­nen 14 Tagen min­destens eine Be­gegnung mit einer später posi­tiv ge­testeten Person. Die Nutzerin/der Nutzer wird auf­ge­fordert, persön­liche Kontakte zu redu­zieren und sich mit der haus­ärzt­lichen Praxis oder dem Gesund­heits­amt in Verbindung zu setzen. Die Ärztin/der Arzt wird nach Sympto­men, rele­vanten Kon­takten, ggf. Risiko­indi­ka­tionen fragen und dann ent­schei­den, ob getestet werden soll. Auch weiterhin werden PCR-Tests, die nach einer Statusanzeige „erhöhtes Risiko“ durchgeführt werden, von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet.

Evaluation der Corona-Warn-App

Das Robert Koch-Institut untersucht die Wirksamkeit der Corona-Warn-App. An dieser Evaluation können sich die Nutzerinnen und Nutzer der App auf freiwilliger Basis beteiligen. Diese Evaluation mit Beteiligung der Nutzenden umfasst folgendes:

  1. die ereignisbezogene Befragung von Nutzerinnen und Nutzern der Corona-Warn-App in Form einer Online-Befragung und
  2. die ereignisunabhängige Analyse technischer Nutzungsdaten zur Funktion der Corona-Warn-App. Diese basiert auf einer freiwilligen Datenspende der Nutzerinnen und Nutzer, bei der ihre Privatsphäre gewahrt wird.

Die Privatsphäre der Nutzenden, die sich an der Evaluation beteiligen, bleibt jederzeit gewahrt. Genauere Informationen dazu finden Sie in folgender Grafik: Evaluation der Corona-Warn-App: So bleibt die Privatsphäre der Nutzerinnen und Nutzer geschützt (PDF, 189 KB, Datei ist nicht barrierefrei).

Die Evaluation wird von zahlreichen wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Universitäten begleitet. Die Ergebnisse dienen dazu, die Corona-Warn-App weiterzuentwickeln, indem beispielsweise die Algorithmen der Risikoberechnung verbessert und die Nutzendenführung in der App optimiert wird.
Weitere Details zur Evaluation können Sie hier nachlesen.

Kennzahlen zur Corona-Warn-App

Das Robert Koch-Institut veröffentlicht regelmäßig ein Übersichtsdokument mit Kennzahlen zur Corona-Warn-App. Das Reporting wird kontinuierlich ausgebaut.

Übersicht zu Kennzahlen zur Corona-Warn-App

Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Corona-Warn-App

Fragen zur Eventregistrierung (22.4.2021)

Welchen Nutzen die Eventregistrierung mit der Corona-Warn-App hat

Die Corona-Warn-App kann mit Hilfe der Bluetooth-Low-Energy-Technologie ein Infektionsrisiko ermitteln, wenn Personen für die Dauer von mindestens 10 Minuten einen Kontakt im Abstand von bis zu ca. 1,5 Meter hatten. Nach aktuellem Wissensstand breiten sich jedoch Aerosole in schlecht gelüfteten Innenräumen über deutlich größere Distanzen aus. Das Risiko sich in Innenräumen anzustecken ist um ein Vielfaches höher als in Außenbereichen. Um dieses erhöhte Risiko besser abzubilden wurde die Corona-Warn-App um die Eventregistrierung erweitert. So können auch Personen gewarnt werden, die sich zur gleichen Zeit in einem Raum mit einer SARS-CoV 2-infizierten Person aufgehalten haben.

Stand: 22.04.2021

Wie die Eventregistrierung mit der Corona-Warn-App funktioniert

Veranstaltende können mit Hilfe der Corona-Warn-App einen QR-Code erstellen, in dem die betreffende Veranstaltung beschrieben wird. Eine Ortsangabe im Sinne einer konkreten Adresse ist nicht erforderlich. Gäste können sich dann für die Veranstaltung einchecken, indem sie den QR-Code in ihrer Corona-Warn-App scannen. Der Check-In wird lokal auf ihrem Smartphone gespeichert.

Wird ein Gast später positiv auf SARS-CoV-2 getestet, kann sie/er den Check-In gemeinsam mit den eigenen Zufallscodes über die App teilen. Zufallscodes und Check-ins werden regelmäßig von allen Smartphones mit aktivierter Corona-Warn-App heruntergeladen. Der Abgleich, ob Übereinstimmungen vorliegen, erfolgt dezentral auf den Smartphones der anderen Nutzerinnen und Nutzer. Liegt eine Übereinstimmung vor – z.B. weil man Gast des gleichen Events war – erhält man eine rote oder grüne Warnung.

So können mögliche Cluster erkannt und Infektionsketten veranstaltungsbasiert und schnell unterbrochen werden. Wie alle bisherigen Funktionen der Corona-Warn-App basiert die Eventregistrierung und nachfolgende Warnung im Infektionsfall auf dem datensparsamen Peer-to-Peer-Prinzip.

Stand: 22.04.2021

Wie ein QR-Code für eine Veranstaltung, ein Treffen oder ein Geschäft erstellt wird

Damit sich Nutzende für eine Veranstaltung oder z.B. einen Friseurbesuch einchecken können, muss ein QR-Code erstellt werden, der den anderen Nutzenden zur Verfügung gestellt wird. Scannt eine Nutzerin/ein Nutzer den QR-Code, wird er im Kontakttagebuch abgelegt. Wird ein Gast später positiv auf SARS-CoV-2 getestet, kann sie/er den Check-In gemeinsam mit den eigenen Zufallscodes über die App teilen. Zufallscodes und Check-ins werden regelmäßig von allen Smartphones mit aktivierter Corona-Warn-App heruntergeladen. Der Abgleich, ob Übereinstimmungen vorliegen, erfolgt dezentral auf den Smartphones der anderen Nutzerinnen und Nutzer. Liegt eine Übereinstimmung vor – z.B. weil man Gast des gleichen Events war –, erhält man eine rote oder grüne Warnung.

Im Blog zur Corona-Warn-App gibt es eine Video-Anleitung, wie Nutzende einen solchen QR-Code erstellen können.

Stand: 22.04.2021

Wie Nutzende mit Hilfe des QR-Codes für Veranstaltungen ein- und auschecken können

Um ihre Teilnahme an einer Veranstaltung zu dokumentieren, müssen Nutzende sich ein- und auschecken. Dies geschieht über den QR-Code der jeweiligen Veranstaltung oder z.B. des Geschäfts. Es wird empfohlen, die Aufenthaltsdauern möglichst präzise einzugeben und ggf. manuell zu korrigieren.

Im Blog zur Corona-Warn-App gibt es eine Video-Anleitung, wie Nutzende sich mit Hilfe des QR-Codes ein- und auschecken können.

Stand: 22.04.2021

Welche Daten bei der Eventregistrierung erfasst werden

Wie alle anderen Funktionen der Corona-Warn-App ist auch die Eventregistrierung datensparsam angelegt. Alle Daten werden ausschließlich auf dem Smartphones der Nutzerinnen und Nutzer gespeichert. Es werden keine persönlichen Kontaktdaten registriert oder Ortsdaten übermittelt.

Registriert sich eine Person bei der Teilnahme an einer Veranstaltung durch den Scan des entsprechenden QR-Codes, werden die Informationen lokal im Kontakttagebuch der App der jeweiligen Nutzerin/des Nutzers gespeichert. Der QR-Code beschreibt ein Event mit Attributen, eine detaillierte Adresse ist nicht erforderlich. Der QR-Code ist zudem eine Zufalls-ID, die in der App nicht weiterverarbeitet wird.

Wird eine Besucherin/ein Besucher später positiv auf SARS-CoV-2 getestet, kann sie/er den Check-In gemeinsam mit den eigenen Zufallscodes über die App teilen und so auf den Server der Corona-Warn-App hochladen. Die Smartphones aller Nutzenden fragen regelmäßig Zufallscodes und Check-Ins beim Server ab und vergleichen diese mit den lokal gespeicherten Informationen. Andere Gäste des selben Events erhalten dann eine rote oder grüne Warnung.

Stand: 22.04.2021

Wie sich die Eventregistrierung mit der Corona-Warn-App von Angeboten wie Darfichrein, Recover, eGuest oder der Luca-App etc. unterscheidet

Die Corona-Warn-App ermöglicht eine schnelle und anonyme Warnung von Personen nach Kontakt mit einer nachweislich positiv getesteten Person. Durch die Eventregistrierung können Infektionscluster besser erfasst und die individuelle Risikobewertung in der App angepasst werden.

Check-in-Apps wie beispielsweise Darfichrein oder Luca dienen dazu, die Kontaktdaten der Teilnehmenden einer Veranstaltung digital zu erfassen. Im Infektionsfall kann die Corona-positive Person diese Kontaktdaten an das zuständige Gesundheitsamt übergeben. Das Gesundheitsamt kontaktiert dann alle Personen, die ebenfalls an der Veranstaltung teilgenommen bzw. den QR-Code gescannt haben.

Stand: 22.04.2021

Warum die Daten aus der Eventregistrierung nicht an die Gesundheitsämter weitergegeben werden

Mit Hilfe der Eventregistrierung in der Corona-Warn-App können mögliche Cluster erkannt und Infektionsketten schnell unterbrochen werden. Dies erfolgt datensparsam mit einem Peer-to-Peer-Ansatz, d.h. ein/e Nutzer/in warnt andere Nutzerinnen und Nutzer. Persönliche Daten wie Name oder Kontaktinformationen werden nicht erhoben. Insofern liegen auch keine Daten vor, die mit den Gesundheitsämtern geteilt werden könnten. Hier unterscheidet sich die Corona-Warn-App von Angeboten zur digitalen Kontakterfassung und -übermittlung wie z.B. Darfichrein.de, Recover, eGuest oder Luca.

Stand: 22.04.2021

Wie dem Missbrauch der QR-Codes zur Eventregistrierung vorgebeugt wird

Die Corona-Warn-App setzt grundsätzlich auf einen vernünftigen und verantwortungsvollen Umgang ihrer Nutzerinnen und Nutzer mit den zur Verfügung gestellten Funktionalitäten. Ein Missbrauch der Eventregistrierung – z.B. dadurch, dass Menschen sich bei Veranstaltungen einchecken, ohne tatsächlich vor Ort zu sein – kann daher nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Um die Missbrauchsgefahr so gering wie möglich zu halten, fordern wir alle Nutzenden zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den Check-Ins auf. Dazu zählt insbesondere die QR-Codes zum Check-In nur den Teilnehmenden an der betreffenden Veranstaltung zur Verfügung zu stellen und nicht über digitale Medien o.ä. zu veröffentlichen. Außerdem empfehlen wir, QR-Codes regelmäßig, mindestens jedoch einmal täglich zu erneuern. Systemseitig wurden zudem verschiedene technische Maßnahmen ergriffen, um die Missbrauchsgefahr zu reduzieren.

Stand: 22.04.2021

Warum es unterschiedliche Risikobenachrichtigungen (Warnungen) gibt, auch wenn die Nutzer/innen am gleichen Event teilgenommen haben

Ob eine Nutzerin/ein Nutzer eine grüne oder rote Risikobenachrichtigung (Warnung) erhält, hängt davon ab, ob sich ihr Aufenthalt mit dem einer infizierten Person überschnitten hat. Waren sie weniger als 10 Minuten vor Ort, erhält die Nutzerin/der Nutzer eine Warnung über eine Begegnung mit geringem Risiko (grüne Risikobenachrichtigung). Hat sich der Aufenthalt mit der später positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Person um 10 Minuten oder länger überschnitten, erhält die Nutzerin/der Nutzer eine Warnung über eine Begegnung mit erhöhtem Risiko (rote Risikobenachrichtigung). Im Kontakttagebuch kann die Nutzerin/der Nutzer nachvollziehen, ob es sich bei einer Begegnung mit niedrigem oder erhöhtem Risiko um eine eventbasierte Warnung handelt.

Stand: 22.04.2021

Wie eine Nutzerin/ein Nutzer erkennen kann, ob eine Risikobenachrichtigung im Zusammenhang mit der Teilnahme an einer Veranstaltung steht

In ihrem Kontakttagebuch in der Corona-Warn-App können Nutzerinnen und Nutzer sehen, ob es sich bei einer Begegnung mit niedrigem oder erhöhtem Risiko um eine eventbasierte Warnung handelt.

Stand: 22.04.2021

Allgemeine Fragen (25.3.2021)

Warum die Corona-Warn-App wichtig ist

Die Corona-Pandemie ist noch nicht überstanden. Nach wie vor ist eine hohe Anzahl an Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten, siehe tägliche Situationsberichte (www.rki.de/covid-19-situationsbericht). Die Corona-Warn-App hilft bei der Eindämmung der Pandemie, indem sie Infektionsketten unterbricht und andere Menschen warnt. Sie hilft, mögliche Risikobegegnungen mit Corona-positiven Personen ergänzend abzubilden. Damit unterstützt sie die Arbeit der Gesundheitsämter.

Die Corona-Warn-App ist ein wichtiger Baustein einer Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Pandemie, die aus zahlreichen weiteren Maßnahmen zum Infektionsschutz besteht. Dazu gehören u.a. das Tragen von Alltagsmasken, Händehygiene, das Beachten von Husten- und Niesregeln, das Einhalten des Abstandsgebots, das Lüften von geschlossenen Räumen sowie ergänzende Leitlinien und Handlungsempfehlungen für medizinisches Fachpersonal.

Die App wird vom Robert Koch-Institut für die deutsche Bundesregierung herausgegeben.

Stand: 18.01.2021

Wie die Corona-Warn-App funktioniert

Die Corona-Warn-App misst mittels Bluetooth-Technik den Abstand zwischen Personen, die die App installiert und aktiviert haben und ermöglicht, dass sich das Smartphone diese Begegnungen merkt. Dafür tauschen die Geräte untereinander temporäre verschlüsselte Zufallscodes (Bluetooth-ID) aus. Diese temporären Zufallscodes werden mehrfach pro Stunde kryptografisch aus dem zufälligen Geräteschlüssel des Smartphones abgeleitet. Die zufälligen Geräteschlüssel werden täglich neu erzeugt.

Die Corona-Warn-App verwendet also zwei Arten von Zufallscodes, einen zufälligen Geräteschlüssel und eine kurzlebige zufällige Bluetooth-ID, die aus dem zufälligen Geräteschlüssel abgeleitet und zwischen benachbarten mobilen Endgeräten ausgetauscht wird. Beide Zufallscodes lassen sich ohne Zusatzwissen nicht einer bestimmten Person zuordnen und werden automatisch gelöscht, wenn sie 14 Tage alt sind.

Wird eine Nutzerin oder ein Nutzer der App positiv auf das Coronavirus getestet, können sich diese dafür entscheiden, ihre eigenen Geräteschlüssel zum Abgleich weiterzugeben. Dabei werden die Geräteschlüssel der positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Person auf den Corona-Warn-App-Server geladen. Alle aktiven Corona-Warn-Apps laden regelmäßig die auf dem Corona-Warn-App-Server veröffentlichten herunter und übergeben sie über eine Schnittstelle an das Betriebssystem. Dort wird geprüft, ob aufgezeichnete Zufallscodes vorliegen, die zu einem Zufallscode der positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Person passen.

Gibt es eine Übereinstimmung wird in einem mehrstufigen Verfahren das Übertragungsrisiko bestimmt und – sofern definierte Schwellenwerte überschritten wurden – die Nutzerin bzw. der Nutzer über die mögliche Risikobewertung informiert. Zu keinem Zeitpunkt erlaubt dieses Verfahren Rückschlüsse auf die Nutzerin/den Nutzer oder den Standort.

Eine genaue Anleitung finden Sie im folgenden Schaubild: So funktioniert die Corona-Warn-App im Detail (PDF, 2 MB, Datei ist nicht barrierefrei).

Stand: 08.02.2021

Mögliches Infektionsrisiko – Wie die Corona-Warn-App informiert

Die Corona-Warn-App informiert die Nutzerinnen und Nutzer per Mitteilung, wenn sie sich in der Vergangenheit für eine bestimmte Zeit in der Nähe einer Corona-positiven Person aufgehalten haben. Je nach Art der Begegnung mit einer Corona-positiven Person wird der Nutzerin oder dem Nutzer ein Infektionsrisiko angezeigt. Die App unterscheidet zwischen geringem und erhöhtem Risiko und gibt gleichzeitig Handlungsempfehlungen.

Statusanzeigen in der Corona-Warn-App. Quelle: Robert Koch-Institut

Stand: 16.06.2020

Was die wichtigsten Funktionen der Corona-Warn-App sind

Seit ihrer Veröffentlichung wird die Corona-Warn-App kontinuierlich weiterentwickelt. Zu ihren wichtigsten Funktionen gehören die folgenden:

  • die Risikoermittlung durch den Austausch von Zufallscodes zwischen Smartphones, die die App aktiviert haben,
  • die individuelle Risikoberechnung auf den Smartphones der Nutzenden,
  • die automatische Übermittlung von Testergebnissen danke des Aufbaus einer technischen Infrastruktur für die Labore,
  • der Datenaustausch mit anderen dezentralen Contact-Tracing-Apps in der EU, mit Hilfe derer auch grenzüberschreitend die Information zu Risikobegegnungen funktioniert,
  • die freiwillige Dokumentation und Möglichkeit zum Teilen von Symptomen bei einem positiven Testergebnis, um die Infektiösität zum Zeitpunkt vorangegangener Kontakte präziser einschätzen zu können,
  • das freiwillige Kontakttagebuch, mit Hilfe dessen Nutzerinnen und Nutzer dokumentieren können, wen sie wo getroffen haben,
  • die Erinnerungsfunktion für positiv getestete Personen, um diese dazu zu motivieren, ihr Testergebnis in der App zu teilen.
  • das Dashboard mit ausgewählten Kennzahlen zum Infektionsgeschehen in Deutschland.

Stand: 08.02.2021

Ab welchem Alter die Corona-Warn-App freigegeben ist

Die App richtet sich an Personen, die mindestens 16 Jahre alt sind. Selbstverständlich bleibt es Sorgeberechtigten unbenommen, auch Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren zu erlauben, die App zu nutzen.

Welche Altersbeschränkungen im Apple App Store und im Google Play Store gelten, legen ausschließlich beide Unternehmen anhand verschiedener Kriterien fest. Daher liegt die Altersbeschränkung im Apple App-Store bei „12+“ und beim PlayStore bei 0+.

Stand: 08.02.2021

Warum die Daten der Nutzerinnen und Nutzer sicher und geschützt sind

Die Daten der Nutzerinnen und Nutzer der Corona-Warn-App sind jederzeit sicher und Nutzerinnen oder Nutzer bleiben jederzeit pseudonym. Wer sich in der App anmeldet, muss keine persönlichen Daten (wie E-Mail-Adresse oder Name) angeben.

Alle Daten – beispielsweise zu Begegnungen mit anderen Nutzerinnen und Nutzern – werden verschlüsselt und ausschließlich auf dem eigenen Smartphone gespeichert. Dies garantiert ein Höchstmaß an Datenschutz.

Im Falle einer Infektion entscheidet die Nutzerin bzw. der Nutzer selbst, ob die eigenen Zufallscodes auf den Corona-Warn-App-Server hochgeladen werden. Diese erlauben, eine Risikoabschätzung für die anderen Nutzerinnen und Nutzer der App vorzunehmen und im Fall einer relevanten Begegnung eine entsprechende Risiko-Mitteilung zu versenden.

Die App hat keinen Zugriff auf Daten, die eine Nutzerin oder ein Nutzer identifizierbar machen. Sichergestellt ist: Eine Corona-positiv getestete Person erfährt nicht, wer informiert wird. Diejenigen, die informiert werden, erfahren nicht, wer die Corona-positive Person ist. Ein Missbrauch der Meldung des Infektionsstatus über die App wird durch technische und organisatorische Maßnahmen verhindert.

Stand: 08.02.2021

Wie und wo die Corona-Warn-App heruntergeladen werden kann

Die Corona-Warn-App ist kostenlos zum Download im Apple App Store und Google Play Store in Deutschland und verschiedenen anderen Ländern verfügbar.

Eine Veröffentlichung der Corona-Warn-App in App Stores außerhalb Deutschlands ist aus rechtlichen Gründen nur nach einer Einzelfallprüfung möglich. Das gilt insbesondere für den Datenschutz, eventuell nötige Auskunftsansprüche dortiger Behörden sowie weitere Vertrags- und Verbraucherschutzregularien.

Das Robert Koch-Institut als Herausgeber der App veranlasst diese Einzelfallprüfung und macht die App nach erfolgreicher Prüfung über die jeweiligen App Stores verfügbar.

Für folgende europäische Staaten ist diese rechtliche Prüfung bereits erfolgt und die App in den jeweiligen App Stores verfügbar:

  • Belgien
  • Bulgarien
  • Dänemark
  • Finnland
  • Frankreich
  • Griechenland
  • Irland
  • Island
  • Italien
  • Kroatien
  • Lettland
  • Litauen
  • Luxemburg
  • Malta
  • Niederlande
  • Norwegen
  • Österreich
  • Polen
  • Portugal
  • Rumänien
  • Schweiz
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Spanien
  • Schweden
  • Tschechische Republik
  • Ungarn
  • Vereinigtes Königreich
  • Zypern

Stand: 08.02.2021

Mit welchen Warn-Apps aus europäischen Ländern die Corona-Warn-App Daten austauscht

Die Infrastruktur ermöglicht es, dass nationale Warn-Apps, die auf dem datensparsamen, dezentralen Ansatz basieren, miteinander Daten austauschen. Aktuell sind neben Deutschland auch die Apps folgender Länder an den Gateway-Server an den Gateway-Server angebunden:

  • Belgien
  • Dänemark
  • Finnland
  • Irland
  • Italien
  • Kroatien
  • Lettland
  • Niederlande
  • Norwegen
  • Österreich
  • Polen
  • Schweiz
  • Slowenien
  • Spanien
  • Tschechien
  • Zypern

Stand: 25.03.2021

Wo die rechtlichen Hinweise in deutscher Sprache zu finden sind

Epidemiologische Fragen (8.2.2021)

Wie die Risikofaktoren errechnet werden

Das Robert Koch-Institut bringt kontinuierlich seine wissenschaftliche Expertise dazu ein, wie Begegnungen, bei denen das Risiko einer Ansteckung bestand, über die App kategorisiert werden. Ebenso empfiehlt das RKI, welche Maßnahmen den Nutzerinnen und Nutzern der App für den Fall geraten werden, dass sie eine Begegnung mit einer positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Person hatten.

Damit eine Begegnung von der Corona-Warn-App als mögliche Risikobegegnung bewertet wird, muss sie epidemiologisch relevant gewesen sein. Das bedeutet, es muss das Risiko einer Ansteckung bestanden haben. Die Risikobewertung in der App erfolgt auf Basis eines komplexen Modells, in dessen Entwicklung verschiedene Faktoren eingeflossen sind.

Das Ansteckungsrisiko wird dabei in einem vierstufigen Verfahren bewertet. Dazu gehören die Auswertungen,

  • wie lange es her ist, dass die Nutzerin oder der Nutzer eine Corona-positive Person getroffen hat,
  • wie lange der Kontakt bestanden hat,
  • wie nah sich die Personen gekommen sind und
  • welches Übertragungsrisiko bei der Corona-positiven Person bestand.

Das Ergebnis ist ein Risikopunktestand (Risk Score), der der Nutzerin oder dem Nutzer als Mitteilung angezeigt wird. Überschreitet dieser „Risk Score“ einen definierten Schwellenwert, bekommt die Nutzerin/der Nutzer automatisch eine Warnung auf dem Bildschirm angezeigt

Mehr dazu unter: https://github.com/corona-warn-app/cwa-documentation/blob/master/translations/cwa-risk-assessment.de.md

Stand: 08.02.2021

Wie sich die Risikoberechnung mit der Umstellung auf die weiterentwickelte Schnittstelle von Apple/Google verändert hat

Die Corona-Warn-App basiert auf dem sog. Exposure Notification Framework (ENF) von Apple und Google. Mit Version 1.9 der Corona-Warn-App wurde diese auf die weiterentwickelte Schnittstelle (Version 2 des Exposure Notification Frameworks, ENF) umgestellt.

Konkret haben sich folgende Aspekte geändert: Bei mehreren Begegnungen mit erhöhtem Risiko (rot) wird Nutzerinnen und Nutzern nun das Datum angezeigt, an dem die letzte Begegnung mit erhöhtem Risiko stattgefunden hat.

Zudem ändert sich die epidemiologische Risikobewertung: Jetzt können mehrere – einzeln betrachtete – Begegnungen mit niedrigem Risiko (grün) zu einem erhöhten Risiko (rot) führen: Je nach Infektiösität werden 15-30 Minuten an Begegnungen mit niedrigem Risiko (grün) zu einer Begegnung mit erhöhtem Risiko (rot).

Auch die Anzeige ändert sich. Nutzerinnen und Nutzer bekommen nun die Anzahl an Tagen angezeigt, an denen Risikobegegnungen stattgefunden haben, dafür aber nicht mehr die Anzahl an Begegnungen.

Für die Risikobewertung ist mit der Umstellung auf das ENF 2.0 nicht mehr eine einzige Begegnung ausschlaggebend, sondern die Summe der Risikominuten pro Tag. So können auch mehrere, kurzzeitige Risikobegegnungen zu einem erhöhten Risiko führen.

Weitere Details zur Risikoberechnung sind, wie bisher auch, auf GitHub dokumentiert.

Stand: 08.02.2021

Was es mit dem Kontakttagebuch auf sich hat

Die Corona-Warn-App verfügt über ein Kontakttagebuch. Mit dieser Funktion können Nutzende in einem integrierten Kalender dokumentieren, wen sie wann getroffen haben. Das Nutzen der Funktion ist freiwillig. Möchte eine Nutzerin oder ein Nutzer die Funktion nicht nutzen, hat dies keine Auswirkungen auf andere Funktionen der Corona-Warn-App.

Das Kontakttagebuch wird über den Startbildschirm der App unter dem Button „Tagebuch führen“ angesteuert. Nachfolgend haben Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, nach Datum einzutragen, wen sie getroffen haben („Person hinzufügen“) und wo sie gewesen sind („Ort hinzufügen“). Diese Informationen werden für einen Zeitraum von 16 Tagen und ausschließlich auf dem Smartphone selbst gespeichert. Wird die Nutzerin bzw. der Nutzer innerhalb dieses Zeitraums positiv auf SARS-CoV-2 getestet, dient das Kontakttagebuch als Erinnerungshilfe, um Menschen zu informieren, mit denen in den vorangegangenen Tagen ein Kontakt bestanden hat.

Stand: 08.02.2021

Warum nur die Kontakte der letzten 14 Tage aufgezeichnet und ggf. gewarnt werden

Die Inkubationszeit gibt die Zeit von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung an. Sie liegt im Mittel bei 5 bis 6 Tagen (Spannweite 1 bis 14 Tage).

Das serielle Intervall definiert das durchschnittliche Intervall vom Beginn der Erkrankung eines ansteckenden Falles bis zum Erkrankungsbeginn eines von diesem angesteckten Falles. Das Robert Koch-Institut schätzt das serielle Intervall für SARS-CoV-2 im Median auf vier Tage, was durch verschiedene Studien gestützt wird. Ein beträchtlicher Anteil steckt sich zudem vermutlich schon 1 bis 2 Tage vor dem Symptombeginn der infektiösen Person an. Um alle Eventualitäten in der App abzudecken, wurde daher die Spannweite von 14 Tagen verwendet.

Weitere Informationen: www.rki.de/covid-19-steckbrief

Stand: 08.02.2021

Wie viele Personen bereits über eine mögliche Risiko-Begegnung informiert wurden

Es gibt keine Daten dazu, wie viele Menschen mit Hilfe der Corona-Warn-App über eine mögliche Risikobegegnung informiert wurden, da die App auf einem dezentralen Ansatz basiert. Alle Daten der Nutzerinnen und Nutzer werden verschlüsselt und ausschließlich auf dem eigenen Smartphone gespeichert. Das Robert Koch-Institut hat keinen Zugriff auf diese Daten.

Wird eine Person, die die App nutzt, positiv auf das Coronavirus getestet, kann sie freiwillig andere Nutzerinnen und Nutzer darüber informieren. Dann werden die Zufallscodes der infizierten Person allen zur Verfügung gestellt, die die Corona-Warn-App nutzen.

Ist die App aktiviert, prüft sie, ob die Nutzerin oder der Nutzer die Corona-positiv getestete Person getroffen hat. Diese Prüfung findet nur auf dem Smartphone statt. Ist die Prüfung positiv, zeigt die App der Nutzerin oder dem Nutzer eine Risiko-Benachrichtigung („erhöhtes Risiko“) an.

Stand: 08.02.2021

Fragen zum Testergebnis (8.2.2021)

Wie Nutzerinnen und Nutzer ihre Einwilligung zur Übermittlung des Testergebnisses in der App geben können

Damit das Testergebnis automatisch vom Labor an die Corona-Warn-App übermittelt werden kann, muss die Nutzerin/der Nutzer in diese Datenübermittlung einwilligen. Dafür muss – nach entsprechender Aufklärung durch die Ärztin/den Arzt oder das Personal im Testcenter – bei der Probenentnahme für den Test das vorgesehene Feld auf dem Auftragsblatt für das Labor angekreuzt werden. Ein Muster für dieses Formular mit Einwilligungsfeld finden Sie hier:

Muster Probenbegleitschein. Quelle: Robert Koch-Institut

Nach der Probenentnahme erhält die getestete Person den unteren Abschnitt des Auftragsblatts. Dort ist der QR-Code abgedruckt, mit dem der Test in der Corona-Warn-App registriert werden muss. Wie dies funktioniert, ist Schritt für Schritt hier erklärt:

Corona-Warn-App: Registrierung eines Tests mittels QR-Code. Quelle: Robert Koch-Institut

Stand: 20.11.2020

Wie die Registrierung eines Tests in der App mittels QR-Code funktioniert

Bei der Probenentnahme für den PCR-Test erhält die getestete Person den unteren Abschnitt des Auftragsblatts für das Labor. Dort finden sich Hinweise für die Registrierung des Tests und zum weiteren Vorgehen.

Ebenso ist dort der QR-Code abgedruckt, mit dem der Test in der Corona-Warn-App registriert werden muss. Dafür muss die Corona-Warn-App geöffnet und im Startbildschirm unter „Wurden Sie getestet?“ der Button „Nächste Schritte“ geklickt werden. Nach dem Erklärtext gibt es die Möglichkeit, einen QR-Code einzuscannen („Test mit QR-Code“), ggf. muss dafür noch der Zugriff auf die Kamera des Smartphones gewährt werden. Wurde der Test erfolgreich registriert, erscheint ein Bestätigungsscreen mit Informationen zum weiteren Ablauf.

In diesem Schaubild sehen Sie den Ablauf Schritt für Schritt:

Corona-Warn-App: Registrierung eines Tests mittels QR-Code. Quelle: Robert Koch-Institut

Wichtiger Hinweis: Jeder QR-Code ist nur einmalig gültig. Wird ein neuer QR-Code eingescannt, wird der vorherige Code gelöscht. Eine automatische Übermittlung des Testergebnisses für den ersten Code ist dann nicht mehr möglich. In jedem Fall wird die getestete Person aber telefonisch oder schriftlich von der hausärztlichen Praxis oder dem Gesundheitsamt über ihr Testergebnis informiert.

Geht der QR-Code verloren oder wird unbrauchbar kann die Nutzerin/der Nutzer über die Verifizierungshotline (kostenfreier Anruf unter Tel. 0800 754 0002, täglich rund um die Uhr erreichbar) eine sogenannte teleTAN abfragen, mit Hilfe derer ein positives Testergebnis in der App eingetragen werden kann. Dies ist nur im Fall eines positiven Ergebnisses notwendig.

Stand: 08.02.2021

Positiv auf SARS-CoV-2 getestet – Was die Nutzerin/der Nutzer in der Corona-Warn-App tun sollte

Wird ein positives Testergebnis automatisch über die Corona-Warn-App übermittelt, wird die Nutzerin/der Nutzer gebeten, diese Information mit den anderen Nutzenden zu teilen, um diese ggf. zu warnen.

Konkret funktioniert dies, indem die positiv getestete Person die eigenen Zufallscodes (Tagesschlüssel) auf den Server der Corona-Warn-App hochlädt. Alle aktiven Corona-Warn-Apps laden regelmäßig die auf dem Corona-Warn-App-Server veröffentlichten Zufallscodes herunter und übergeben sie gesammelt über eine Schnittstelle an das Betriebssystem. Auf den Smartphones der anderen Nutzerinnen und Nutzer wird geprüft, ob empfangene und aufgezeichnete Zufallscodes vorliegen, die zu einem Zufallscode der positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Person passen.

Gibt es eine Übereinstimmung wird in einem mehrstufigen Verfahren das Übertragungsrisiko bestimmt und – sofern definierte Schwellenwerte überschritten wurden – die Nutzerin bzw. der Nutzer per Mitteilung über die mögliche Risikobewertung (niedriges oder erhöhtes Risiko) informiert. Die anderen Nutzerinnen und Nutzer erfahren nicht, wer die positiv getestete Person ist, mit der sie eine Risikobegegnung hatten.

Neben der Information der getesteten Personen über die Corona-Warn-App erhält selbstverständlich der Hausarzt/die Hausärztin den Befund. Parallel laufen die Prozesse zu den gesetzlichen Meldepflichten, so dass sich auch das zuständige Gesundheitsamt zeitnah mit der positiv getesteten Person in Verbindung setzen wird, um weitere Maßnahmen zu besprechen.

Das Robert Koch-Institut empfiehlt und bittet nachdrücklich, dass sich positiv Getestete und damit ansteckende Personen isolieren, um weitere Ansteckungen zu vermeiden.

Stand: 08.02.2021

Wie positive Testergebnisse in der App eingegeben werden können

Stimmt die Nutzerin/der Nutzer bei der Probenentnahme der automatischen Ergebnisübermittlung über die Corona-Warn-App zu, wird das Testergebnis auf dem Smartphone der getesteten Person angezeigt, sobald es vorliegt. Ist das Testergebnis positiv, wird die getestete Person aufgefordert, diese Information mit den anderen Nutzerinnen und Nutzern der Corona-Warn-App zu teilen. In diesem Schaubild sehen Sie den Ablauf Schritt für Schritt:

Corona-Warn-App: Teilen eines positiven Testergebnisses. Quelle: Robert Koch-Institut

Ist die automatische Übermittlung des Testergebnisses nicht möglich oder geht der QR-Code verloren, kann die positiv getestete Person über die Verifizierungshotline (kostenfreier Anruf unter Tel. 0800 754 0002, täglich rund um die Uhr erreichbar) eine sogenannte teleTAN abfragen, mit Hilfe derer ein positives Testergebnis in der App eingetragen werden kann. Dies ist nur im Fall eines positiven Ergebnisses notwendig.

Um das positive Testergebnis per teleTAN in der Corona-Warn-App zu hinterlegen, muss im Startbildschirm unter „Wurden Sie getestet?“ der Button „Informieren & helfen“ geklickt werden. Nach dem Erklärtext gibt es die Möglichkeit, unter „TAN“ die zehnstellige TAN einzugeben. Im nächsten Schritt muss die Nutzerin/der Nutzer dann noch der Weitergabe der eigenen Zufallscodes zustimmen, damit andere gewarnt werden können.

Stand: 20.11.2020

Wie nach einem positiven Testergebnis freiwillig Angaben zu Symptomen gemacht werden können

Bei der Eingabe eines positiven Testergebnisses in der Corona-Warn-App können – freiwillig – auch Angaben zu Symptomen gemacht werden. Durch diese Angaben wird eine noch genauere Einschätzung ermöglicht, wie hoch das Infektionsrisiko zum Zeitpunkt der Begegnung mit einer anderen Nutzerin/einem anderen Nutzer war.

Dies funktioniert wie folgt: Hat eine positiv getestete Person Symptome, kann sie freiwillig Angaben dazu machen, ab wann diese Symptome aufgetreten sind. Die Informationen zu Symptomen und Symptombeginn werden beim anschließenden Teilen des Testergebnisses übermittelt. Sie gehen in die Risikoberechnung der Nutzerinnen und Nutzer ein, mit denen epidemiologisch relevante Begegnungen stattgefunden haben. Andere Nutzerinnen und Nutzer erhalten keine Angaben zu den Symptomen einer Kontaktperson.

In diesem Schaubild sehen Sie den Ablauf Schritt für Schritt:

Corona-Warn-App: Teilen des positiven Testergebnisses mit freiwilligen Angaben zu Symptomen. Quelle: Robert Koch-Institut

Stand: 08.02.2021

Warum nur die Ergebnisse von PCR-Tests in der App eingegeben werden können

Nach Vorgabe der Nationalen Teststrategie müssen positive Ergebnisse von Schnelltests/Antigentests grundsätzlich durch einen zusätzlichen PCR-Test abgesichert werden. Das Ergebnis des PCR-Tests kann dann, wie bisher auch üblich, in der Corona-Warn-App hinterlegt werden.

Stand: 20.11.2020

Testergebnis wird nicht in der Corona-Warn-App angezeigt – Woran es liegen kann

Damit das Ergebnis eines PCR-Tests automatisch vom Labor an die Corona-Warn-App übermittelt werden kann, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Technische Anbindung: Das Labor, das den Test auswertet, muss an die technische Infrastruktur der Corona-Warn-App angeschlossen sein. Dies ist aktuell bei rund 90 Prozent der niedergelassenen Labore der Fall. Die Anzahl der Labore, die PCR-Tests anbieten schwankt im Zeitverlauf; die Anbindung weiterer Labore läuft kontinuierlich weiter.
  • Einwilligung der getesteten Person: Damit das Labor das Testergebnis automatisch an die Corona-Warn-App übermitteln kann, muss die getestete Person ihre Einwilligung geben. Dafür muss – nach entsprechender Aufklärung durch die Ärztin/den Arzt oder das Personal im Testcenter – bei der Probenentnahme für den Test das vorgesehene Feld auf dem Auftragsblatt für das Labor angekreuzt werden (Feld 9, Einverständnis der/s Versicherten).

Muster Probenbegleitschein. Quelle: Robert Koch-Institut

Darüber hinaus bieten einige Labore eigene Apps und Formulare an, die nicht mit der Corona-Warn-App kompatibel sind. Hier kann es zu Verwechslungen kommen. Fragen Sie bei der Probenentnahme für den Test, ob eine automatische Ergebnisübermittlung an die Corona-Warn-App möglich ist.

Stand: 20.11.2020

„Niedriges Risiko“ bei gleichzeitigen Risikobegegnungen – Was bedeutet diese Statusanzeige

Die Corona-Warn-App hat drei verschiedene Status­anzeigen: unbekanntes Risiko (grau), niedriges Risiko (grün) und erhöhtes Risiko (rot).

Die Status­anzeige „niedriges Risiko“ zeigt an, dass die App keine Begegnung mit einer in der App doku­men­tierten Corona-positiven Person iden­tifi­ziert hat oder dass die relevanten Schwellen­werte nicht überschritten wurden.

Zeigt die App ein „niedriges Risiko“ an und listet gleichzeitig Risiko­begegnungen auf, bedeutet dies, dass die Nutzerin/der Nutzer Kontakt mit einer Corona-positiven Person hatte, die Begegnung aber so kurz oder die Distanz so groß war, dass höchst­wahrscheinlich kein erhöhtes Ansteckungs­risiko bestanden hat. Die Nutzerin/der Nutzer wird erneut für die geltenden Abstands- und Hygiene­regeln sensibilisiert.

Stand: 20.11.2020

Benachrichtigung über ein „erhöhtes Risiko“ erhalten – Was Nutzerinnen und Nutzer tun sollten

Erscheint die Statusanzeige „erhöhtes Risiko“ auf dem Smartphone der Nutzerin/des Nutzers hatte sie/er in den vergangenen 14 Tagen mindestens eine Begegnung mit einer später positiv getesteten Person. Die Nutzerin/der Nutzer wird aufgefordert, persönliche Kontakte zu reduzieren und sich mit der hausärztlichen Praxis oder dem Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen. Die Ärztin/der Arzt wird nach Symptomen, relevanten Kontakten, ggf. Risikoindikationen fragen und dann entscheiden, ob getestet werden soll. Auch weiterhin werden PCR-Tests, die nach einer Statusanzeige „erhöhtes Risiko“ durchgeführt werden, von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet.

Siehe auch die Handreichung für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Stand: 09.12.2020

Wer entscheidet, ob eine Nutzerin/ein Nutzer mit einem laut App „erhöhten Risiko“ einen Test auf SARS-CoV-2 durchführen lassen soll

Erhält eine Nutzerin/ein Nutzer eine Benachrichtigung über ein „erhöhtes Risiko“ in der Corona-Warn-App, wird sie/er gleichzeitig aufgefordert, persönliche Kontakte zu reduzieren und sich bei Symptomen mit der hausärztlichen Praxis oder dem Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen. Diese entscheiden darüber, ob ein PCR-Test durchgeführt wird.

Ergänzung: Was wird abgefragt und wie wird entschieden
Meldet sich eine Nutzerin/ein Nutzer beim Gesundheitsamt wird empfohlen im Gespräch – analog zum üblichen Verfahren – die Kontaktsituation zu klären. Dazu können die Details der Risikobenachrichtigung aus der App genutzt werden, wie z.B. genannte Anzahl der Risikobegegnungen und den Zeitpunkt seit der letzten Risikobegegnung. Sofern möglich, erfolgen auf dieser Basis eine Kategorisierung als Kontakt der Kategorie I oder II und entsprechende Maßnahmen.

Stand: 20.11.2020

Fragen zu Statusanzeigen der Corona-Warn-App (23.2.2021)

Was die aktuelle Anpassung der Risikoberechnung konkret für die Nutzerinnen und Nutzer bedeutet

In den vergangenen Wochen hat das Fraunhofer IIS die Details der Zeiterfassung und die Abstandsschätzung durch Bluetooth Low Energy in verschiedenen Szenarien erneut getestet. Dabei wurde auch geprüft, wie diese besseren Erfassungsmöglichkeiten der Schnittstelle für die Verbesserung der Warnung durch die Corona-Warn-App genutzt werden können.

Bei diesen Tests hat sich gezeigt, dass in bestimmten Situationen mehrere Begegnungen kürzerer Dauer mit einer später positiv getesteten Person besser erfasst werden können, wenn Kurzkontakte zwischen zwei Personen schon ab einer Dauer von mindestens 5 Minuten berücksichtigt werden, nicht wie bislang erst ab mindestens 10 Minuten.

Für die Nutzerinnen und Nutzer bedeutet das: Es wird zu einer leichten Erhöhung von roten Warnungen (Risikobegegnungen) und einer moderaten Erhöhung von grünen Warnungen (Begegnungen mit niedrigem Risiko) kommen.

Weitere Details können Sie dem technischen Blog zur Corona-Warn-App entnehmen: https://www.coronawarn.app/de/blog/2021-02-23-corona-warn-app-risk-calculation-optimization/

Stand: 23.02.2021

„Niedriges Risiko“ bei gleichzeitigen Risikobegegnungen – Was bedeutet diese Statusanzeige

Die Corona-Warn-App hat drei verschiedene Status­anzeigen: unbekanntes Risiko (grau), niedriges Risiko (grün) und erhöhtes Risiko (rot).

Die Status­anzeige „niedriges Risiko“ zeigt an, dass die App keine Begegnung mit einer in der App doku­men­tierten Corona-positiven Person iden­tifi­ziert hat oder dass die relevanten Schwellen­werte nicht überschritten wurden.

Zeigt die App ein „niedriges Risiko“ an und listet gleichzeitig Risiko­begegnungen auf, bedeutet dies, dass die Nutzerin/der Nutzer Kontakt mit einer Corona-positiven Person hatte, die Begegnung aber so kurz oder die Distanz so groß war, dass höchst­wahrscheinlich kein erhöhtes Ansteckungs­risiko bestanden hat. Die Nutzerin/der Nutzer wird erneut für die geltenden Abstands- und Hygiene­regeln sensibilisiert.

Stand: 20.11.2020

Benachrichtigung über ein „erhöhtes Risiko“ erhalten – Was Nutzerinnen und Nutzer tun sollten

Erscheint die Statusanzeige „erhöhtes Risiko“ auf dem Smartphone der Nutzerin/des Nutzers hatte sie/er in den vergangenen 14 Tagen mindestens eine Begegnung mit einer später positiv getesteten Person. Die Nutzerin/der Nutzer wird aufgefordert, persönliche Kontakte zu reduzieren und sich mit der hausärztlichen Praxis oder dem Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen. Die Ärztin/der Arzt wird nach Symptomen, relevanten Kontakten, ggf. Risikoindikationen fragen und dann entscheiden, ob getestet werden soll. Auch weiterhin werden PCR-Tests, die nach einer Statusanzeige „erhöhtes Risiko“ durchgeführt werden, von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet.

Siehe auch die Handreichung für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Stand: 09.12.2020

Wer entscheidet, ob eine Nutzerin/ein Nutzer mit einem laut App „erhöhten Risiko“ einen Test auf SARS-CoV-2 durchführen lassen soll

Erhält eine Nutzerin/ein Nutzer eine Benachrichtigung über ein „erhöhtes Risiko“ in der Corona-Warn-App, wird sie/er gleichzeitig aufgefordert, persönliche Kontakte zu reduzieren und sich bei Symptomen mit der hausärztlichen Praxis oder dem Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen. Diese entscheiden darüber, ob ein PCR-Test durchgeführt wird.

Ergänzung: Was wird abgefragt und wie wird entschieden
Meldet sich eine Nutzerin/ein Nutzer beim Gesundheitsamt wird empfohlen im Gespräch – analog zum üblichen Verfahren – die Kontaktsituation zu klären. Dazu können die Details der Risikobenachrichtigung aus der App genutzt werden, wie z.B. genannte Anzahl der Risikobegegnungen und den Zeitpunkt seit der letzten Risikobegegnung. Sofern möglich, erfolgen auf dieser Basis eine Kategorisierung als Kontakt der Kategorie I oder II und entsprechende Maßnahmen.

Stand: 20.11.2020

Fragen zur Evaluation der Corona-Warn-App (12.3.2021)

Was das Ziel der Evaluation ist

Das Ziel der Evaluation ist es, die Wirksamkeit der Corona-Warn-App zu erforschen. Dazu werden verschiedene Aspekte näher betrachtet – u.a. inwiefern Nutzerinnen und Nutzer, die eine rote Risikobenachrichtigung erhalten haben, daraufhin ihr Verhalten verändert haben.

Stand: 05.03.2021

Wie die Evaluation umgesetzt wird

Das Robert Koch-Institut untersucht die Wirksamkeit der Corona-Warn-App. An dieser Evaluation können sich die Nutzerinnen und Nutzer der App auf freiwilliger Basis beteiligen. Diese Evaluation mit Beteiligung der Nutzenden umfasst folgendes:

  1. die ereignisbezogene Befragung von Nutzerinnen und Nutzern der Corona-Warn-App in Form einer Online-Befragung und
  2. die ereignisunabhängige Analyse technischer Nutzungsdaten zur Funktion der Corona-Warn-App. Diese basiert auf einer freiwilligen Datenspende der Nutzerinnen und Nutzer, bei der ihre Privatsphäre gewahrt wird.

Die Beteiligung an der Nutzerinnen und Nutzer an Befragung und Datenspende zur Evaluation der App ist freiwillig. Auch für die Evaluation anhand von Daten der App gelten höchste Anforderungen an den Datenschutz. Die Privatsphäre der Nutzenden, die sich an der Evaluation beteiligen, bleibt jederzeit gewahrt.

Stand: 05.03.2021

Wie sich Nutzerinnen und Nutzer der Corona-Warn-App an der Evaluation beteiligen können

Die Evaluation umfasst zwei unterschiedliche Aspekte: an den ereignisbasierten Online Befragungen können sich diejenigen Nutzerinnen und Nutzer beteiligen, die eine Benachrichtigung über ein erhöhtes Risiko (rote Warnung) erhalten haben. Sie werden nach dieser Benachrichtigung um ihre Teilnahme an der Befragung gebeten.
Zudem haben Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, freiwillig und fortlaufend technische Nutzungsdaten ihrer Corona-Warn-App zur wissenschaftlichen Auswertung zur Verfügung stellen können, ohne dabei ihre Identität preiszugeben. Die ist möglich über die sog. Privacy Preserving Analytics (PPA) – also die Privatsphäre wahrende Analyse technischer Nutzungsdaten. In der Corona-Warn-App kann dies über die Funktion der „Datenspende“ aktiviert werden.

Stand: 05.03.2021

Wo die Ergebnisse der Evaluation veröffentlicht werden

Das Robert Koch-Institut wird für die Öffentlichkeit aufbereitetet Ergebnisse auf seiner Themenseite zur Corona-Warn-App unter https://www.rki.de/cwa html veröffentlichen.
Zudem werden die Erkenntnisse natürlich für den wissenschaftlichen Diskurs aufbereitet und entsprechend publiziert.

Stand: 05.03.2021

Was mit den Ergebnissen der Evaluation geschieht

Die durch die Evaluation gewonnenen Erkenntnisse sollen zur Weiterentwicklung der Corona-Warn-App genutzt werden. Sie sollen zum einen Verbesserungspotentiale aufzeigen und zum anderen auch als Nachweis zur Wirksamkeit der App dienen.

Stand: 05.03.2021

Wie die Privatsphäre geschützt wird

Mit Hilfe eines Verifizierungsverfahrens und technischer Maßnahmen wird sichergestellt, dass Nutzende, die sich an der Evaluation beteiligen, nicht identifiziert werden können. Dies gilt sowohl für die Online-Befragung als auch für die Analyse der technischen Nutzungsdaten. In jedem Fall bleibt die Privatsphäre der sich beteiligenden Nutzerinnen und Nutzer geschützt.
Zudem verhindern diese Schutzmaßnahmen Missbrauch und sichern die Datenqualität.

Gleichzeitig stellt dieses Verfahren sicher, dass nur Nutzerinnen und Nutzer an der Evaluation teilnehmen, die die Corona-Warn-App tatsächlich installiert haben und dass diese auch nur einmalig an der Befragung teilnehmen können.

Genauere Informationen dazu finden Sie in folgender Grafik: Evaluation der Corona-Warn-App: So bleibt die Privatsphäre der Nutzerinnen und Nutzer geschützt (PDF, 189 KB, Datei ist nicht barrierefrei).

Stand: 12.03.2021

Wie die Online-Befragung nach roter Warnung abläuft

Nutzerinnen und Nutzer können auf freiwilliger Basis an einer Online-Befragung teilnehmen, die die Wirksamkeit der Corona-Warn-App untersucht. Diese wissenschaftliche Befragung ist an ein konkretes Ereignis in der App geknüpft (sog. „event-driven user survey“): die Benachrichtigung über ein „erhöhtes Risiko“ (=rote Warnung).
Nutzerinnen und Nutzer, die eine rote Warnung erhalten haben, werden gebeten, sich an einer zweiteiligen Befragung zu beteiligen. Ziel ist, mehr über ihr Verhalten vor der Risikobenachrichtigung zu erfahren und über ihr geplantes Verhalten danach.
Mit Hilfe einer technischen Verifizierung wird sichergestellt, dass nur Nutzerinnen und Nutzer an der Befragung teilnehmen können, die tatsächlich eine rote Warnmeldung erhalten haben. Diese Verifizierung erfolgt über eine sog. Token-Lösung der Betriebssystemhersteller (Apple bzw. Google). Dabei wird nach einer Serverabfrage von Google bzw. Apple zurückgemeldet, ob es sich um ein authentisches Endgerät handelt und ob dieses Gerät die App installiert hat. Inhaltsdaten werden dem Hersteller nicht zur Verfügung gestellt. Die Nutzerinnen und Nutzer bleiben bei dieser Abfrage unerkannt. Die Befragung selbst findet auf einer geschützten Website des RKI statt.

Stand: 05.03.2021

Was es mit der Datenspende zur Analyse technischer Nutzungsdaten auf sich hat

Neben den ereignisbezogenen Befragungen wurde zudem eine datenschutzkonforme Möglichkeit geschaffen, wie Nutzerinnen und Nutzer freiwillig und fortlaufend technische Nutzungsdaten ihrer Corona-Warn-App zur wissenschaftlichen Auswertung zur Verfügung stellen können, ohne dabei ihre Identität preiszugeben.
Mit Hilfe der sog. Privacy Preserving Analytics (PPA) – also einer die Privatsphäre wahrenden Analyse technischer Nutzungsdaten – können die Abläufe und die Nutzung der CWA besser verstanden und die App dadurch fortlaufend in ihrer Funktion und in ihrer Benutzungsfreundlichkeit verbessert werden.
Konkret können mit Hilfe der Analyse der technischen Nutzungsdaten folgende Aspekte untersucht werden:

  • welche Ereignisse (z.B. Anzeige eines erhöhten Risikos, Registrierung eines Tests, Anzeige eines Testergebnisses, Schlüsseleinreichung zum Warnen Anderer) in der App mit welcher Häufigkeit auftreten,
  • wann diese Ereignisse auftreten und wie und mit welchem zeitlichen Abstand sie aufeinander folgen,
  • welche Auswahlen die Nutzenden in der App daraufhin treffen,
  • wo und wann Nutzende Prozesse innerhalb der App abbrechen,
  • mit welchen demografischen Daten (z.B. Altersgruppe, sofern angegeben) dies assoziiert ist.

Stand: 05.03.2021

Fragen zum öffentlichen Gesundheitsdienst/ Labor/ Medizinisches Personal (8.2.2021)

Wie die Testlabore an die Corona-Warn-App angebunden sind

Labore können Testergebnisse auf SARS-CoV-2 auch direkt an die jeweilige Nutzerin/den jeweiligen Nutzer senden, sodass diese schneller informiert werden. Im Fall eines Positivtests wird so das Risiko zu reduziert, dass sich weitere Menschen anstecken.

Voraussetzung für die automatische Übermittlung ist, 1. dass die Labore technisch an die Infrastruktur der Corona-Warn-App angeschlossen sind. Die Anbindung der Labore an die Corona-Warn-App ist freiwillig. 2. Muss die getestete Person ihren Test in der App registrieren. Dies geschieht mit Hilfe eines QR-Codes, die Teil eines Formulars der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) sind.

Bei der Probenentnahme gibt die getestete Person ihre Einwilligung zur automatischen Übermittlung des Testergebnisses.

Muster Probenbegleitschein. Quelle: Robert Koch-Institut

Die bestehenden Meldewege entsprechend des Infektionsschutzgesetzes im Fall eines positiven Testergebnisses bleiben von der automatischen Übermittlung unberührt.

Stand: 08.02.2021

Welche Information die Nutzerin/der Nutzer mit „erhöhtem Risiko“ an das Gesundheitsamt weitergeben kann, um die Kontaktnachverfolgung zu unterstützen

Mit der Benachrichtigung über ein „erhöhtes Risiko“ sind folgende konkrete Angaben verbunden:

  • Anzahl der Tage mit Risikobegegnungen,
  • Datum der letzten Risikobegegnung,
  • Zeitpunkt der letzten Aktualisierung/Risikoüberprüfung (Tag/Uhrzeit)

Nur die Nutzerin/der Nutzer selbst sieht diese Informationen in der App. Eine Weitergabe an das Gesundheitsamt ist freiwillig.

Stand: 08.02.2021

Wie das Gesundheitsamt verifizieren kann, dass die Nutzerin/der Nutzer ein „erhöhtes Risiko“ auf der App hat

Die Nutzerin/der Nutzer wird gebeten, die Risikobenachrichtigung in der App zu beschreiben, um den Erhalt der Benachrichtigung zu plausibilisieren. Darüber hinaus gibt es aktuell keine Möglichkeit für die Gesundheitsämter zweifelsfrei zu bestätigen, dass die Anruferin/der Anrufer eine Risiko-Benachrichtigung „erhöhtes Risiko“ über die App erhalten hat.

Meldet sich eine Nutzerin/ein Nutzer beim Gesundheitsamt wird empfohlen, im Gespräch – analog zum üblichen Verfahren – die Kontaktsituation zu klären. Dazu können die Details der Risikobenachrichtigung aus der App genutzt werden, wie z.B. genannte Anzahl der Risikobegegnungen und den Zeitpunkt seit der letzten Risikobegegnung. Sofern möglich, erfolgen auf dieser Basis eine Kategorisierung als Kontakt der Kategorie I oder II und entsprechende Maßnahmen.

Sofern die Informationen für die Kategorisierung nicht ausreichen, wird folgendes Vorgehen empfohlen:

  • PCR-Testung auf SARS-CoV-2 anbieten
  • Hinweis geben, dass negativer Test eine Infektion nicht ausschließt
  • nachdrücklich auf Den behandelnden Personen wird nicht dauerhaft ein erhöhtes Risiko in der Corona-Warn-App angezeigt, wenn sie mit positiv getesteten Patientinnen und Patienten in Kontakt stehen, die vor Behandlungsbeginn ihr positives Testergebnis in der Corona-Warn-App geteilt haben.

    Dies liegt daran, dass die Warnmeldung, die von der positiv getesteten Person ausgeht, nur einmalig und für den Zeitraum vor dem Teilen des positiven Testergebnisses ausgelöst wird. So werden alle Nutzerinnen und Nutzer, die im Zeitraum von bis zu 14 Tagen vor dem Teilen des positiven Testergebnisses mit der positiv getesteten Person Kontakt hatten, gewarnt. Nach dem Teilen des positiven Testergebnisses wird die Austauschfunktion der Codes über die App des verifizierten Falls deaktiviert.

    Medizinisches Personal kann daher die Corona-Warn-App vollumfänglich nutzen, selbst wenn sie positiv getestete Patientinnen und Patienten behandelt.

    2. Behandlung von positiv getesteten Patientinnen und Patienten mit adäquater Schutzausrüstung* (Verifizierung über die Corona-Warn-App, erst nachdem es bereits Kontakte in der Klinik gab)
    Teilt eine positiv getestete Person erst nach Behandlungsbeginn ihr/sein Testergebnis über die Corona-Warn-App, wird dem behandelnden Personal eine Risikobegegnung bzw. eine Benachrichtigung über ein erhöhtes Risiko für diesen Kontakt angezeigt. Die gezielte Deaktivierung der Warnmeldung für bestimmte Kontakte ist nicht möglich. Auch kann die App die konkrete Kontaktsituation – also bei der Behandlung mit adäquater Schutzausrüstung – nicht erkennen. Daher wird empfohlen, bei der Behandlung von positiv getesteten Personen die eigene Bluetooth-Funktion auszuschalten, um zu verhindern, dass die Behandlungskontakte Risikobenachrichtigungen auslösen.

    3. Behandlung von Patientinnen und Patienten mit ungeklärten SARS-CoV-2 Infektionsstatus durch Personen mit adäquater Schutzausrüstung*
    Bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit einem ungeklärten Infektionsstatus mit adäquater Schutzausrüstung wird empfohlen, die eigene Bluetooth-Funktion zu deaktivieren. Teilt die behandelte Person später ihr positives Testergebnis in der Corona-Warn-App werden dem medizinischen Personal ansonsten Behandlungskontakte als erhöhtes Risiko angezeigt. Die gezielte Deaktivierung der Warnmeldung für bestimmte Kontakte ist nicht möglich. Auch kann die App die konkrete Kontaktsituation – also bei der Behandlung mit adäquater Schutzausrüstung – nicht erkennen.

    *Eine adäquate Schutzausrüstung liegt vor, wenn die Vorgaben gemäß den „Empfehlungen des RKI zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung und Pflege von Patienten mit einer Infektion durch SARS-CoV-2″ und den „Erweiterten Hygienemaßnahmen im Gesundheitswesen im Rahmen der COVID-19 Pandemie“ befolgt und korrekt eingehalten wurden.

    Stand: 08.02.2021

Technische Fragen (8.2.2021)

Wie die Corona-Warn-App weiterentwickelt wird

Die Corona-Warn-App wird auch nach ihrer Veröffentlichung kontinuierlich weiterentwickelt, damit sie noch zielgenauer dabei unterstützen kann, Infektionsketten zu unterbrechen. Über die Details neuer Funktionalitäten informieren die Projektpartner (SAP, Deutsche Telekom) regelmäßig.

Um den Nutzen der Corona-Warn-App und anderer Maßnahmen wissenschaftlich zu untersuchen, bedarf es außerdem einer begleitenden Evaluation. Die Erkenntnisse aus dieser Evaluation der App wird auch für zukünftige Ereignisse und die Entwicklung von technischen Lösungen für andere Gesundheitsproblematiken benötigt. Für die wissenschaftliche Evaluation der App und die Bewertung des Nutzens ist das RKI hauptverantwortlich. Um einen wissenschaftlichen Diskurs zu ermöglichen, sollen hier auch andere wissenschaftliche Institutionen beteiligt werden. Die Möglichkeit der Evaluation wird erst in einer der nachfolgenden Ausbaustufen der App verfügbar sein. Die Nutzerinnen und Nutzer haben dann die Möglichkeit, sich freiwillig an der wissenschaftlichen Evaluation der App und den damit verbundenen Forschungsfragen zur COVID-19-Situation in Deutschland zu beteiligen.

Stand: 20.11.2020

Stand: 23.04.2021