Pseudouridin: unnatürlicher Baustoff der mRNA Impfstoffe – und Tumormarker

Durch einen interessanten Leserhinweis wurden wir auf einen Sachverhalt aufmerksam gemacht, der uns noch mehr über eventuelle Langzeitfolgen, gerade im Hinblick auf immer lauter werdende Stimmen hin zu einer halbjährlichen Auffrischimpfung, nachdenklich stimmt und zumindest uns in Gänze unbekannt war.

Uridin – Baustoff von RNA

In der E-Mail wurde zunächst auf einen Artikel bei Spektrum verwiesen, der Titel lautet „Warum Curevac anders ist“. Recht schnell geht es dort ans „Eingemachte“ – die Zusammensetzung der RNA. Diese besteht aus den Bausteinen Guanosin, Cytidin, Adenosin und Uridin. Dies sind genau die Baustoffe, die Curevac in seinem Impfstoff verwendet. Auch BioNTech-Pfizer setzt bei verschiedenen mRNA basierten Krebsmedikamenten auf diesen natürlichen „Mix“ an Baustoffen. Insbesondere wurde bisher ausschließlich nicht modifizierte, „Uridin-mRNA“ verwendet:

In dem Artikel bei Spektrum wird erwähnt, dass in der Natur um die 100 Modifikationen der RNA Bausteine auftreten – die häufigste ist der Austausch von Uridin durch Pseudouridin. Allerdings ist es so, dass die natürliche RNA von Säugetieren fast ausschließlich Uridin enthält – und sehr, sehr wenig Pseudouridin.

Pseudouridin: Baustein im Impfstoff von BioNTech-Pfizer und Moderna

Pseudouridin ist ein Isomer von Uridin, d.h. es hat die selbe chemische Formel und Molekülmasse wie Uridin – jedoch eine etwas andere Anordnung der Moleküle.
Bei den mRNA Impfstoffen von BioNTech-Pfizer und Moderna wird für die Erstellung der mRNA Impfstoffe ausschließlich Pseudouridin verwendet.
Das Ganze klingt zunächst unspektakulär und man fragt sich als Laie, ob denn der Austausch von Uridin zu Pseudouridin so spektakulär ist und was dahinter steckt, wo doch die natürliche RNA von Säugetieren fast ausschließlich Uridin besitzt? Auch das beschreibt der Artikel auf Spektrum: Ziel der mRNA Impfstoffe ist, dass sie im Körper zu „Spike-Protein“ umgesetzt werden, was dann den Körper zur Produktion von Antikörpern gegen dieses Protein anregt. Das Problem ist nun, das bereits die bloße mRNA im Körper eine Immunantwort hervorruft und einen Abwehrmechanismus auslöst, da der Körper bei der RNA an eine Virusinfektion denkt und die RNA bekämpft. Dieses „Bekämpfen“ geht mit einer starken Immunreaktion einher und bei der mRNA Impfung bedeutet dies: heftige Impfreaktion, etwa Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber und ein Krankheitsgefühl. Außerdem wird dadurch die Bildung des Spike-Proteins gedrosselt – die Impfung wirkt also nicht so gut.
Ersetzt man nun aber in der mRNA das Uridin durch Pseudouridin, dann ist seit 2005 bekannt, dass die Immunreaktion des Körpers stark abgeschwächt abläuft – der Körper bekämpft die RNA kaum noch. Vermutlich deshalb setzen BioNTech-Pfizer und Moderna in ihren Impfstoffen nun erstmalig Pseudouridin ein: Man kann damit eine höhere Menge mRNA verimpfen, ohne dass das Immunsystem der Körpers überreagiert.

Das Ganze erklärte auch Prof. Peter Kremsner am 14.07.2021 bei Markus Lanz. Er ist Direktor des Universitätsklinikums Tübingen und hat die Zulassungsstudien von Curevac begleitet. Curevac setzt nach wir vor auf einen „natürlichen mRNA Impfstoff“, mit Uridin:

Interessant ist hier die am Ende ausweichende Antwort von Prof. Kremsner auf die Frage von Markus Lanz, was denn die Gefahr sei, wenn man mRNA Impfstoffe chemisch modifiziert (im Sinne des Austauschs von Uridin durch Pseudouridin):

Das kann man machen.

Prof. Kremsner, 14.07.2021

Das kann man machen? Wie wirkt denn Pseudouridin im Körper?

Sucht man in der Literatur nach Pseurouridin und die Wirkung auf den Körper, dann wird vor allem eines schnell klar, nämlich dass diese Wirkung weitestgehend unerforscht ist und sich die aktuelle Forschung mit diesem Thema befasst. Vielleicht hat Prof. Kremsner deshalb nicht konkret die Nachteile der Nutzung von Pseudouridin erwähnt?
Am 07.02.2020 erschien eine peer-reviewte Studie mit dem Titel „RNA modifications and cancer“ in der Zeitschrift „RNAbiology“. In ihr wird erklärt, dass ein hoher Spiegel an Pseudouridin, das oftmals mit dem griechischen Buchstaben Ψ abgekürzt wird, ein Kennzeichen für Leukämie (Blutkrebs), Lymphdrüsenkrebs und Knochenkrebs ist:

RNA modifications and cancer

In einer anderen wissenschaftlichen Arbeit von 2017 mit dem Titel „RNA Pseudouridylation in Physiology and Medicine: For Better and for Worse“ liest man:

Ψ, wie andere modifizierte Nukleoside, kann nicht verwertet werden und wird mit dem Urin ausgeschieden; die Ψ-Konzentration […] ist bei Krebspatienten sehr häufig erhöht.

Und auch in einer Arbeit von 2019 mit dem Titel „RNA Modifications in Cancer: Functions, Mechanisms, and Therapeutic Implications“, die in „Annual Review of Cancer Biology“ erschienen ist,

Bei Inzuchtmäusen mit hoher Inzidenz von spontanen Lymphomen (AKR-Mäuse) ist Ψ im Serum in der Zeit vor der Entwicklung von Lymphomen signifikant erhöht (Russo et al. 1984). Erhöhtes Ψ konnte auch im Blutplasma von menschlichen Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie, multiplem Myelom, Adenokarzinomen des Dickdarms und Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium nachgewiesen werden (Motyl et al. 1993). Mit diesen Befunden wurde die Auswertung von Ψ in biologischen Flüssigkeiten als potenzieller Tumormarker vorgeschlagen, ist aber noch nicht in die Routinediagnostik aufgenommen worden.

RNA Modifications in Cancer: Functions, Mechanisms, and Therapeutic Implications

Zusammenfassung

Bei Markus Lanz spricht Prof. Kremsner davon, dass BioNTech-Pfizer und Moderna „chemisch veränderte“ mRNA verwenden. Markus Lanz selbst nennt die mRNA von Curevac die „natürliche, oder BIO mRNA“. Die Veränderung bezieht sich auf den Austausch von Uridin durch Pseudouridin, um die akute Immunantwort zu reduzieren und mehr mRNA verimpfen zu können, ohne das der Körper heftig überreagiert.
Genau dieses Pseudouridin ist Gegenstand aktueller Krebsforschung und nachweislich bei Personen mit Leukämie, Lymphdrüsenkrebs und Knochenkrebs im Urin zu finden – es ist sogar im Gespräch, dieses in Routinediagnostiken zur frühzeitigen Erkennung von Krebs einzubeziehen.
Diese so „chemisch veränderte mRNA“ wird derzeit Millionen von Menschen gespritzt. Es ist eines der ersten Pharmaprodukte, das Pseudouridin verwendet. Über die Langzeigfolgen ist nichts bekannt.

Über weitere Hinweise, Meinungen von Personen mit Fachkenntnis zu diesem Thema würden wir uns sehr freuen. Einfach in den Kommentaren hier oder per Mail an uns.


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Author: James Fond