Prüfung von Arzneimitteln für unter 18-Jährige „ein aufwendiger, langwieriger Prozess, der zumeist Jahre dauert“

Unter dem Titel „Wann die ers­ten Corona-Impfungen für Kinder kom­men könn­ten“ liest man auf morgenpost.de am 29.4.:

»Berlin. Fast ein Jahr hat es gedau­ert, bis die ers­ten Corona-Impfstoffe für Erwachsene in Europa zuge­las­sen wur­den. Kinder wie­der­um haben eine ande­re Physiologie als Erwachsene. Arzneimittel für unter 18-Jährige müs­sen des­halb sepa­rat erforscht und zuge­las­sen wer­den. Ein auf­wen­di­ger, lang­wie­ri­ger Prozess, der zumeist Jahre dauert.«

Während der ers­te Satz befrag­bar ist, stimmt der Rest zwei­fel­los. Dennoch fährt das Blatt fort:

»Doch das ers­te Unternehmen macht Fortschritte bei Corona-Impfstoff für Kinder. Mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer könn­ten schon ab Anfang Juni die ers­ten Schulkinder ab 12 Jahren geimpft wer­den. „Wir haben die Studiendaten für die 12- bis 15-Jährigen in den USA für die beding­te Zulassung ein­ge­reicht, in Europa sind wir in den letz­ten Zügen vor der Einreichung“, sag­te Biontech-Chef Uğur Şahin dem „Spiegel“.

Das Unternehmen strebt dem­nach außer­dem eine Zulassung des Vakzins für alle Altersklassen im September an. Ziel sei es dem­nach, dass vor dem nächs­ten Winter der Impfstoff für alle Kinder ab Kindergartenalter erprobt sei. „Wir sind auf gutem Weg, die­se Ziele zu errei­chen“, sag­te Şahin.«

Und wenn der Uigure (sor­ry!) das sagt, spurt Doc Mertens von der Stiko:

»Stiko zuversichtlich: Impfstoff für Kinder noch 2021

Thomas Mertens, der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), zeig­te sich zuver­sicht­lich, dass in Deutschland zum Ende des Jahres ein Corona-Impfstoff für Kinder ver­füg­bar sein wird. Kinderarzt-Verbandspräsident Jörg Dötsch hofft, dass „wir ein Vakzin für 12- bis 15-Jährige im Spätsommer oder spä­tes­tens Herbst bekom­men, für klei­ne­re Kinder wird es wahr­schein­lich län­ger dau­ern“.«

Mit beding­ten Zulassungen ist die Welt bis­her ja gut gefahren.

Author: aa