Präsidentin von der Leyen zu den Entwicklungen hinsichtlich der Impfstoffstrategie

Die EU regelt den Impfstoff-Markt. mRNA ist die ein­zi­ge Option. Was bleibt da übrig neben dem deut­schen Hersteller? Nachdem kam­pa­gnen­mä­ßig auf Nebenwirkungen bei AstraZeneca ver­wie­sen, die von BionTech und ande­ren Konzernen aber eher ver­schwie­gen wur­den, wird nun klar­ge­macht, Russen und Chinesen wird der pro­fi­ta­ble Markt versperrt.

»Ich möch­te BioNTech-Pfizer mei­nen Dank aus­spre­chen. Das Unternehmen hat sich als ver­läss­li­cher Partner erwie­sen. Es ist sei­nen Verpflichtungen nach­ge­kom­men und trägt unse­ren Bedürfnissen Rechnung. Dies kommt den Bürgerinnen und Bürgern der EU unmit­tel­bar zugute.

Aber ich möch­te mich auch auf die mit­tel­fris­ti­ge Perspektive kon­zen­trie­ren. Um uns auf die Zukunft vor­zu­be­rei­ten, müs­sen wir Lehren aus unse­rer anfäng­li­chen Antwort auf die Pandemie zie­hen. Wenn wir das Virus besie­gen wol­len, müs­sen wir uns auf Folgendes vor­be­rei­ten: Zu einem bestimm­ten Zeitpunkt könn­ten Auffrischimpfungen not­wen­dig sein, um den Schutz zu ver­stär­ken und die Immunität zu verlängern.

Wenn neue Escape-Varianten ent­ste­hen, müs­sen wir Impfstoffe ent­wi­ckeln, die an neue Varianten ange­passt sind. Wir wer­den sol­che Impfstoffe zudem früh­zei­tig und in aus­rei­chen­der Menge benö­ti­gen. Vor die­sem Hintergrund soll­ten wir uns auf Technologien kon­zen­trie­ren, die sich bewährt haben. Und das sind ein­deu­tig mRNA-Impfstoffe.

Auf die­ser Grundlage neh­men wir nun Verhandlungen mit BioNTech-Pfizer über einen drit­ten Vertrag auf. Dieser Vertrag sieht die Lieferung von 1,8 Milliarden Impfstoffdosen für den Zeitraum 2021 bis 2023 vor. Und er sieht vor, dass nicht nur die Herstellung der Impfstoffe in der EU erfol­gen wird, son­dern auch, dass alle wesent­li­chen Bestandteile aus der EU kom­men…«

Aus der „Erklärung von Präsidentin von der Leyen zu den Entwicklungen hin­sicht­lich der Impfstoffstrategie“ vom 14.4.

Author: aa