Paul-Ehrlich-Institut: 79.106 Verdachtsfälle mit 873 Toten in Zusammenhang mit „Impfungen“

Wieder ein­mal hat sich das PEI viel Zeit gelas­sen für sei­nen Bericht. Er trägt das Datum 10.6.2021. Der Bericht vom 7.5. wies 49.961 Verdachtsfälle und 524 Tote aus. Diese Zahlen umfaß­ten den Zeitraum vom 27.12.2020 bis zum 30.4.2021. Der neu­es­te Bericht reicht bis zum 31.5.

Damit ist die Zahl der Verdachtsfälle inner­halb eines Monats um fast 30.000 gestie­gen, die der Toten um 349.

Erneut ist der Anteil der schwer­wie­gen­den Fälle bei den ein­zel­nen „Impfstoffen“ bei Comirnaty von Biontech/Pfizer mit 12,3 Prozent am höchsten.

https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/sicherheitsberichte/sicherheitsbericht-27–12-bis-31–05-21.pdf?__blob=publicationFile&v=7

» Die Melderate betrug für alle Impfstoffe zusam­men 1,6 pro 1.000 Impfdosen, für Meldungen über schwer­wie­gen­de Reaktionen 0,2 pro 1.000 Impfdosen gesamt.«

Im Vormonat wur­den Werte von 1,7 bzw. 0,2 berichtet.

»Drei Viertel der Meldungen betref­fen Frauen, was ver­mut­lich auf den höhe­ren Frauenanteil bei den Impfungen zurück­zu­füh­ren ist.«

»Todesfälle

Dem Paul-Ehrlich-Institut wur­den 873 Todesfälle (0,0024 % der geimpf­ten Personen) in unter­schied­li­chem zeit­li­chen Abstand zur Impfung bei Personen im Alter von 24 bis 102 Jahren gemel­det. Der Median des Alters betrug 81 Jahre, das mitt­le­re Alter 77 Jahre. 674 Todesfälle betra­fen Personen, die mit Comirnaty geimpft wor­den waren. Bei 13 gemel­de­ten Todesfällen war nicht ange­ge­ben, mit wel­chem COVID-19-Impfstoff geimpft wor­den war. In 19 Fällen ver­star­ben Personen nach Impfung mit dem COVID-19-Impfstoff Moderna, in 162 Fällen ver­star­ben Personen nach Impfung mit Vaxzevria und in fünf Fällen nach Impfung mit dem COVID-19-Impfstoff Janssen. 73 der 873 gemel­de­ten Todesfälle bezo­gen sich nicht auf eine Impfnebenwirkung, son­dern auf eine COVID-19-Erkrankung, davon 49 nach Comirnaty, 24 nach Vaxzevria. 

Bei der über­wie­gen­den Mehrzahl der ver­stor­be­nen Personen bestan­den mul­ti­ple Vorerkrankungen, wie z. B. Karzinome, Niereninsuffizienz, Herzerkrankungen und arte­rio­sklero­ti­sche Veränderungen, die ver­mut­lich todes­ur­säch­lich waren. Ein jün­ge­rer Patient ver­starb nach Impfung mit Comirnaty ver­mut­lich an den Folgen sei­nes Drogenkonsums.«

Am 7.5. war die Rede von 0,0018 % der geimpf­ten Personen. Der Anteil der Jüngeren hat zuge­nom­men. Am 7.5. lag der der Median bei 84 Jahren, das mitt­le­re Alter bei 82. Auch hier ver­blüfft erneut der Hinweis, daß es Todesfälle gibt, bei denen der „Impfstoff“ nicht bekannt ist.

Todesursachen: nur Vermutungen

Zu den Todesursachen hat das PEI, das mit genau die­ser Prüfung beauf­tragt ist, also ledig­lich Vermutungen. Nicht voll­stän­dig kom­pa­ti­bel damit sind die Ausführungen zu Thrombozytopenie (Thrombosen mit ThrombozytopenieSyndrom, TTS):

»Die meis­ten bis­her berich­te­ten TTS-Fälle tra­ten inner­halb von drei Wochen nach Impfung auf. Bislang konn­ten kei­ne spe­zi­fi­schen Risikofaktoren für die Entstehung von TTS iden­ti­fi­ziert wer­den. TTS ist eine schwer­wie­gen­de Nebenwirkung, die in eini­gen Fällen töd­lich ver­lief. Daher ist die früh­zei­ti­ge Diagnose und Behandlung wich­tig. Entsprechende Informationen wer­den auf der Internetseite des PaulEhrlich-Instituts zur Verfügung gestellt (www.pei.de)…

Ähnliche Fälle eines TTS wie nach Vaxzevria wur­den auch in den USA nach Impfung mit dem Adenovirusvektorimpfstoff von Janssen berich­tet. 10 Daher wur­de neben einem Warnhinweis TTS auch als Nebenwirkung für die­sen Impfstoff in die Fach- und Gebrauchsinformation aufgenommen…

Bei TTS nach Vaxzevria han­delt es sich um eine sehr sel­te­ne Nebenwirkung, wenn­gleich zu beach­ten ist, dass aus der Melderate kei­ne Häufigkeit berech­net wer­den kann. Die Häufigkeit des Risikos kann ledig­lich in Studien ermit­telt wer­den. In einer dänisch-nor­we­gi­schen popu­la­ti­ons­ba­sier­ten Registerstudie wur­den erhöh­te Raten für venö­se Thromboembolien inner­halb von 28 Tagen nach der Impfung mit Vaxzevria bei geimpf­ten Personen (80,1 % und 77,6 % Geimpfte waren Frauen in Dänemark bzw. Norwegen) im Alter von 18 bis 65 Jahren fest­ge­stellt. Insgesamt wur­den 11 zusätz­li­che Thrombosen pro 100.000 Impfungen gefun­den, dies beinhal­te­te 2,5 zusätz­li­che Sinusvenenthrombosen pro 100.000 Impfdosen Vaxzevria. Nach den Meldungen an das Paul-Ehrich-Institut sind aktu­ell Frauen und Männer aller Altersgruppen von TTS betroffen.«

Das war – anders als in der BRD – in bei­den Ländern ein Grund, Vaxzevria (AstraZeneca) aus dem Verkehr zu ziehen.

»Im Zusammenhang mit der Impfung mit Vaxzevria wur­den Fälle einer idio­pa­thi­schen throm­bo­zy­to­pe­ni­schen Purpura (ITP)/ Thrombozytopenie mit und ohne Blutungen berich­tet, dar­un­ter auch ver­ein­zel­te Fälle mit ful­mi­nan­ten Hirnblutungen. Thrombozytopenie ist als Nebenwirkung in der Produktinformation genannt. Es sind mehr Fälle eines Guillain-Barré-Syndroms (GBS) nach Vaxzevria gemel­det wor­den, als auf­grund der Anzahl geimpf­ter Personen zufäl­lig erwar­tet wur­de. Ob es sich um ein neu­es Risikosignal han­deln könn­te, wird wei­ter vom Paul-Ehrlich-Institut unter­sucht. Anaphylaktische Reaktionen wur­den sehr sel­ten nach Impfung mit bei­den mRNAImpfstoffen sowie nach Impfung mit Vaxzevria berichtet.«

Während „860 Fallberichte throm­bembo­li­scher Ereignisse in unter­schied­li­chem zeit­li­chem Zusammenhang mit der Impfung mit Vaxzevria, die mehr­heit­lich auf die Grunderkrankung zurück­ge­führt wur­den„, berich­tet wer­den, sind es für Comirnaty 735 und Moderna 68.

Verschleierung und Verharmlosung

»In den ver­gan­ge­nen Wochen erhielt das Paul-Ehrlich-Institut zuneh­mend Meldungen über den Verdacht einer Myokarditis oder Perimyokarditis im zeit­li­chen Zusammenhang mit der Verabreichung von COVID-19-mRNA-Impfstoffen, ins­be­son­de­re bei Jugendlichen und jun­gen Erwachsenen. Die berich­te­ten Fälle tra­ten in Übereinstimmung mit ande­ren, inter­na­tio­na­len Daten über­wie­gend bei männ­li­chen Jugendlichen und jun­gen Erwachsenen ab 16 Jahren auf. Sofern der Verlauf der Erkrankung aus­rei­chend doku­men­tiert wur­de, spra­chen die Patientinnen und Patienten, die zur medi­zi­ni­schen Versorgung vor­ge­stellt wur­den, zumeist gut auf Medikamente und Ruhe an und zeig­ten rasche Besserung der Symptome.«

Wie vie­le Fälle gab es? In wie vie­len gab es Dokumentationen?

Auch bei die­ser Angabe muß an der Qualifikation des Instituts gezwei­felt werden:

»Eine Differenzierung der Verdachtsfallmeldungen in Bezug auf die Gabe der ers­ten oder zwei­ten Impfung ist nicht durch­gän­gig mög­lich, da in den Berichten teil­wei­se die Angabe hier­zu fehlt.«

800 „Fälle“ mit bleibenden Schäden

»In 1,0 % der Verdachtsfälle wur­de über einen blei­ben­den Schaden in Bezug auf unter­schied­li­che Erkrankungen berich­tet (z. B. Myokardinfarkt, Netzhautablösung, Narbe nach Kratzen an der Injektionsstelle).«

Eine merk­wür­di­ge Aufzählung! Der Wert betrug im Vorbericht noch 0,6 Prozent. In abso­lu­ten Zahlen heißt das: Bleibende Schäden wer­den für knapp 800 Menschen gemel­det, wäh­rend es im Vormonat 300 waren.

Im Bericht aus dem Mai wur­den noch „Grippeähnliche Erkrankungen“ (bis zu 11 Prozent) und Fieber (bis zu 10 Prozent) als „häu­fig gemel­de­te uner­wünsch­te Reaktionen“ benannt. Sie ver­schwin­den nun­mehr unter „Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am…“:

https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/sicherheitsberichte/sicherheitsbericht-27–12-bis-31–05-21.pdf?__blob=publicationFile&v=7

Es gibt in dem Bericht noch eine gan­ze Anzahl detail­lier­ter Berichte zu ande­ren Komplikationen.

Was ist mit der SafeVac 2.0‑App?

»Das Paul-Ehrlich-Institut führt eine Befragung der Verträglichkeit der COVID-19- Impfstoffe mit der SafeVac 2.0‑App durch. Geimpfte erwach­se­ne, frei­wil­li­ge Teilnehmerinnen und Teilnehmer sol­len im Zeitraum von jeweils drei bzw. vier Wochen nach jeder Impfung bezüg­lich der Sicherheit von COVID-19-Impfstoffen bzw. sechs und zwölf Monate nach den Impfungen im Hinblick auf den Schutz vor der Erkrankung befragt wer­den. Eine sta­tis­ti­sche Zwischenauswertung der SafeVac 2.0‑App-Befragung erfolgt nach Studienprotokoll, wenn >3.000 Personen ver­wert­ba­re Angaben bis zu vier Wochen nach abge­schlos­se­nem Impfschema zum glei­chen Impfstoff gemacht haben. Mit die­ser Fallzahl besteht eine 95- pro­zen­ti­ge Wahrscheinlichkeit, im Beobachtungszeitraum auch sel­te­ne uner­wünsch­te Reaktionen zu beobachten.«

Hier soll­ten dann bald Ergebnisse vor­lie­gen, vor­aus­ge­setzt, die­se App funk­tio­niert und wird genutzt.

Author: aa