Merkel: Schwierige Situation mit ungeimpften Kindern

»Ab Sommer sol­len auch Jugendliche im Alter zwi­schen 12 und 15 Jahren mit Biontech geimpft wer­den kön­nen. Das sag­te Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Angaben von Teilnehmern beim gest­ri­gen Impfgipfel mit den Bundesländern.

Weniger opti­mis­tisch zeig­te Merkel sich nach ntv-Informationen aller­dings mit Blick auf jün­ge­re Kinder. Es wer­de „noch sehr, sehr lan­ge dau­ern“, bis es einen Impfstoff für Kinder unter 12 Jahren geben wer­de, sag­te die Kanzlerin. „Und mit sehr lan­ge, mei­ne ich, nicht vor Frühjahr 2022. Wir wer­den also im Herbst eine schwie­ri­ge Situation an den Grundschulen haben. Dort müs­sen wir uns auf den Betrieb mit unge­impf­ten Kindern einstellen.“«
n‑tv.de (27.4.)

Auf welt.de wird das am 28.4. so kommentiert:

»Die Äußerung macht fas­sungs­los – und sie zeigt, wie der deut­schen Politik sämt­li­che Maßstäbe ver­rut­schen. Anfangs ging man davon aus, die Pandemie sei im Griff, wenn die Alten und Vorerkrankten geimpft sind. Dann hieß es, man brau­che eine schüt­zen­de Bevölkerungsmehrheit. Und jetzt stellt Merkel plötz­lich den Gedanken in den Raum, selbst klei­ne Kinder müss­ten durch­ge­impft wer­den, bevor an den Schulen wie­der Normalität einkehrt?

Mit ihrer Warnung vor dem „Betrieb mit unge­impf­ten Kindern“ hat die Kanzlerin eine rote Linie über­schrit­ten. Selbstverständlich müs­sen alle Schulen spä­tes­tens dann wie­der im Regelbetrieb öff­nen, wenn jeder Erwachsene die Chance hat­te, sich imp­fen zu las­sen – so macht es ja auch jedes ande­re Land nach erfolg­rei­cher Impfkampagne, Israel zum Beispiel. Eine Impfung von klei­nen Kindern ist nicht nur medi­zi­nisch bis auf Weiteres unmög­lich, sie ist auch unnötig.

Denn für Kinder ist Corona kei­ne ernst­haf­te Gefahr, der „Distanzunterricht“ aber hat mil­lio­nen­fach schlim­me Folgen. Eltern und Kindern in Deutschland bleibt nach die­sem neu­en Schlag in die Magengrube nur die Zuversicht, dass kurz nach dem Beginn des neu­en Schuljahres jemand ins Kanzleramt ein­zieht, der Kinder als das betrach­tet, was sie sind: unse­re Hoffnung und unse­re Zukunft.«

Nein, Herr Rosenfelder, die­se Hoffnung führt zu nichts. Wer soll­te das sein? Das ein­zi­ge Mittel gegen die Zumutungen ist der Widerstand auf allen Ebenen. Auf den Straßen, vor Gerichten, in den Medien, in Gesprächen. Da kom­men wir doch gera­de weiter!

Author: aa