Mehr als 5000 Corona-Erkrankungen trotz Impfung

Das ist zu lesen am 14.7. auf tagesspiegel.de.

»Bislang sind mehr als 5000 Menschen in Deutschland trotz voll­stän­di­gem Impfschutz an Covid-19 erkrankt. Das geht aus dem jüngs­ten Lagebericht des Robert Koch-Instituts (RKI) her­vor. Seit dem 1. Februar sei­en 5374 soge­nann­te Impfdurchbrüche – also sym­pto­ma­ti­sche Coronainfektionen min­des­tens zwei Wochen nach voll­stän­di­ger Impfung – regis­triert wor­den. Die Effektivität der Im­pfung bewer­tet das RKI den­noch als hoch. Die vom RKI geschätz­te Impfeffektivität liegt bei Erwachsenen je nach Altersgruppe zwi­schen 88 und 89 Prozent. (Reuters)«

Heißt es jetzt „Zur Sache, Schätzchen“? In bes­se­ren Zeiten hat BAP gesungen:

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Der Text auf Hochdeutsch:

»’Nen schö­nen Gruß

An einem Tag, als mein Kühlschrank gähnte,
Meine Depressionen kleb­ten, zäh­flüs­sig, vollfett,
Die Brieftasche leer und abso­lut tote Hose war,
Als ich zum zigs­ten Mal die Nase von mir voll hatte,
Trotzdem für alles eine Erklärung parat hatte,
Nach drei, vier Bier schon an dem Punkt war, an dem mir alles egal,
Dachte ich: Verdammt noch mal, die Grübeltour bringt es nicht,
Die macht dich platt, die zieht dich run­ter wie sonst nur was,
Die fuckt dich ab bis zu dem Punkt, an dem über­haupt nichts mehr klappt.
Dann hängst du nur noch rum und zwei­felst an dir,
Und wirfst dir alles, was du fin­den kannst, vor,
Bist sogar nei­disch auf die Typen, die du sonst nur bedauerst.

’Nen schö­nen Gruß an alle die, die unfehl­bar sind,
Keine Ahnung haben, die aber immerhin
So tun als ob, weil auf Fassade, da ste­hen sie halt drauf.

Der Durchblickprofi aus dem Bausparverein,
Rundumgebräunt, mit Frau und Pudel daheim,
Mit sei­ner Einbauküche, die rus­ti­kal ist, aber den­noch modern,
Mit sei­nem Rallyestreifen-Opel GT,
Der Stehplatz-Mitte-Jahreskarte vom FC,
[Der auf Wunderbäumchen und auf Fell-Lenker steht,]
Der auf Charles Bronson [„Terminator“] zurecht­ge­mach­te, akku­ra­te Freizeit-Abziehbild-Held,
Der Nacht für Nacht bis zum Programmschluss im Sessel hängt,
Für den vier­zehn Tage Benidorm para­die­sisch sind,
Zwei Jahre beim Bund war, weil ihm Männerkameradschaft gefällt,
Der freut sich jetzt schon auf die Zukunft als Rentner,
Auf den Balkon mit Liegestuhl, denn da pennt er,
Bis er die Löffel abgibt, die er selbst schon lang nicht mehr hat.

’Nen schö­nen Gruß an alle die, die unfehl­bar sind,
Keine Ahnung haben, die aber immerhin
So tun als ob, weil auf Fassade, da ste­hen sie halt drauf.

Die armen Säue erle­ben Situationen,
Die nur erklär­bar sind durch Hirnamputationen,
Die wur­den nach und nach im Gleichschritt Richtung Schwachsinn geschickt.
Oh, lie­ber Orwell, ’84 ist nah,
Sind mitt­ler­wei­le nur noch vier kur­ze Jahre,
Es läuft so ähn­lich ab, nur unauf­fäl­lig und viel raf­fi­nier­ter gemacht.
Der Trick funk­tio­niert ganz zügig und reibungslos:
Etappenweise Entmündigung klappt famos,
Freiwillig ein­ge­reiht und flink zum Verblöden gebracht.
Noch zu emp­feh­len dem gan­zen Komplott:
Schenkt jedem ein­zel­nen einen auf­blas­ba­ren Gott
Aus Venyl, abwasch­bar, exak­te Maße, ver­brau­cher­ge­recht, gefühlsecht.

Mit schö­nem Gruß an alle die, die unfehl­bar sind,
Keine Ahnung haben, die aber immerhin
So tun als ob, weil auf Fassade, da ste­hen sie halt drauf.«

Author: aa