MDR auf Subversions-Kurs?

mdr.de (14.7.)

Ich hat­te schon immer den Verdacht, daß der DDR-Auslandsgeheimdienst noch ein paar SchläferInnen unter­wegs hat, die jetzt akti­viert wer­den, auf­rech­te GenossInnen, die das mit dem Kapitalismus noch nicht ver­ges­sen haben. Sie sit­zen in den Medien, über­all. Und nun haben sie dem MDR eine Story so geschickt unter­ge­ju­belt, daß die das nicht gemerkt haben.

Der Bericht gibt vor die „Impfskeptiker“ zu widerlegen:

»Macht die Delta-Variante Impfungen mit den aktu­ell zur Verfügung ste­hen­den Impfstoffen nutz­los? Diese Vermutung legen eini­ge Impfskeptiker nahe und ver­wei­sen auf aktu­el­le Veröffentlichungen der bri­ti­schen Gesundheitsbehörde „Public Health England“ (PHE). Die nennt in ihren Reports zu den Coronavarianten auch Zahlen zu Menschen, die mit oder ohne Impfung an einer Infektion mit der Delta-Variante gestor­ben sind.

FALSCHE INTERPRETATION DER DATEN

Der aktu­el­le Report (Nr. 18 vom 9. Juli 2021) führt auf Seite 17 auf, dass ins­ge­samt 257 Patienten an einer Infektion mit Delta gestor­ben sind, inner­halb von 28 Tagen nach einem posi­ti­ven Coronatest. Von den Verstorbenen waren 118 vor der Infektion voll­stän­dig geimpft wor­den, dage­gen hat­ten 92 noch kei­ne Impfung erhal­ten. Heißt das etwa, dass eine Impfung das Sterberisiko sogar erhöht, denn es sind ja mehr dop­pelt Geimpfte gestor­ben, als Ungeimpfte? Nein, das wäre eine fal­sche Interpretation die­ser Daten, war­nen unter ande­rem das Portal Spektrum.de und die BBC.

Zunächst: Schon die kli­ni­schen Tests haben gezeigt, dass kei­ner der Impfstoffe zu 100 Prozent vor einer Ansteckung mit Sars-CoV‑2 schützt. Zwar hieß es dann oft, dass eine Impfung zu 100 Prozent schwe­re Verläufe oder sogar Sterbefälle ver­hin­dern kön­ne. Aber das gilt vor allem für nor­ma­le, weit­ge­hend gesun­de Patienten.«

Halten wir fest: Von 257 mit Delta Verstorbenen waren 118 voll­stän­dig „geimpft“, 92 gar nicht. Man wird schlie­ßen müs­sen, daß die rest­li­chen 27 einen ein­ma­li­gen „Piks“ erhal­ten haben. Ein gutes Drittel der Todesopfer – es sei unter­stellt, daß die Todesursachen mit einer ver­tret­ba­ren Zyklenzahl des PCR-Tests ermit­telt wur­den -, hat­te sich der „Impfung“ nicht aus­ge­setzt. Das sieht nicht nach einer guten Bilanz für die „Impfstoffe“ aus.

Die Erklärung, die „Impfung“ ver­hin­de­re schwe­re Verläufe vor­ran­gig bei gesun­den Menschen, ist auch kein wirk­lich gutes Argument für eine Kampagne, die vor­ran­gig vor­ge­schä­dig­te Menschen der Prozedur unter­zieht, dar­un­ter ger­ne auch Kinder.

Aber, so der MDR, die „Geimpften“ waren ohne­hin alt (über 50!) oder vorerkrankt:

»VERSTORBENE GEIMPFTE GEHÖRTEN MEIST ZU DEN HOCHRISIKOGRUPPEN

Unter den­je­ni­gen, die ihre Impfung zuerst erhal­ten haben, waren aber vie­le Personen mit Risikofaktoren, wie Vorerkrankungen, ein hohes Alter oder soge­nann­te Immunsuprimierte. Das sind Menschen, die Medikamente zur Abschwächung ihres Immunsystems neh­men, weil sie zum Beispiel eine Organspende bekom­men haben und die Medikamente ver­hin­dern, dass das Immunsystem das frem­de Organ wie­der abstößt. Für all die­se Gruppen gilt: Das Immunsystem ist geschwächt und reagiert des­halb auch weni­ger stark auf den Impfstoff. Die Impfung wirkt nicht so gut bei die­sen Gruppen und sie ist auch bereits ein paar Monate her.

Die aktu­el­len Daten zei­gen: Unter den bis­lang 118 an Delta gestor­be­nen voll­stän­dig Geimpften waren 116 Personen, die bereits älter als 50 Jahre waren, ein Hinweis also, dass sie zu den Risikogruppen gehört haben.«

Klingt logisch. Wenn man immun­ge­schwäch­ten Menschen auch noch eine „Impfung“ ver­paßt, kann das schiefgehen.

Es kommt ein wenig Statistik, die anfangs plau­si­bel klingt:

»Von den bis­lang bestä­tig­ten 123.000 Infektionen mit der Deltavariante im Vereinigten Königreich sind nur etwa 10.800 bei voll­stän­dig Geimpften auf­ge­tre­ten, das heißt: Mit 8,7 Prozent ist der Anteil der Infizierten mit Impfschutz deut­lich klei­ner als der Anteil Ungeimpfter, obwohl die­se gese­hen auf die Gesamtbevölkerung inzwi­schen eine Minderheit sind. Würden die Impfungen nicht schüt­zen, wären die Zahlenverhältnisse umgekehrt.«

Tatsächlich han­delt es sich um ein Apfel-Birnen-Verwirrspiel. War bis­lang von den real Verstorbenen die Rede, von denen „Geimpfte“ zwei Drittel stell­ten, wer­den jetzt „Infektionen“ ange­führt. Von ihnen ist, gera­de bei der Delta-Variante, bekannt, daß sie kaum zu Erkrankungen füh­ren. Doch selbst bei die­ser Rechnung bleibt, daß von 10.800 nach der „Impfung“ posi­tiv Getesteten 118 ver­stor­ben sind, obwohl sie den Doppel-Piks hat­ten. Auf die rest­li­chen 112.200 nicht „voll­stän­dig Geimpften“ ent­fie­len 139 Verstorbene. Auch das klingt nich nach einer guten Bilanz.

Die ver­mu­te­ten MfS-AgentInnen müs­sen sich zum Schluß tarnen:

»Solange das Virus wei­ter zir­ku­lie­ren kann, weil sich vie­le Menschen nicht imp­fen las­sen wol­len, solan­ge wer­den Coronaregeln wie Maskenpflichten, Einschränkungen für Schulen und Sportvereine und ande­re Maßnahmen zur Eindämmung der Neuansteckungen not­wen­dig blei­ben. Wer ohne guten Grund eine Impfung ablehnt, ver­län­gert damit die Corona-Einschränkungen für alle.«

Obwohl, den letz­ten Satz kann man auch so lesen: „Wer mit gutem Grund eine Impfung ablehnt, ver­kürzt damit die Corona-Einschränkungen für alle.

Author: aa