Kreuz- und Quer-Impfungen immer wirksamer

„Der Tagesspiegel“, das Organ für Spekulation und Wahrsagerei, berich­tet am 29.6.: „Dritte Astrazeneca-Impfung lässt Zahl der Antikörper deut­lich stei­gen„. Jedenfalls offen­bar. Jedenfalls nach unbe­stä­tig­ten Angaben des Herstellers:

»Eine drit­te Impfung mit dem Vakzin des Herstellers Astrazeneca erzeugt offen­bar eine hohe Immunreaktion. Sie lässt die Menge der Antikörper auf das Niveau der höchs­ten Effektivität nach der Zweitimpfung stei­gen – das geht aus einer Studie der bri­ti­schen Oxford-Universität in Zusammenarbeit mit dem Impfstoff-Hersteller Astrazeneca her­vor. Diese ist noch nicht in einer Fachzeitschrift ver­öf­fent­licht worden.«

Es gibt dann noch ein paar undurch­sich­ti­ge Zahlenspielchen zu den Abständen der „Impfungen“, um dann zum über­ra­gen­den Biontech-Impfstoff überzuleiten.

»Deutlich offen­si­ver klin­gen hin­ge­gen die Ergebnisse einer Studie, die Wissenschaftler der Washington University School of Medicine zur Immunantwort der mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna am Montag ver­öf­fent­licht haben. Ihre Ergebnisse zei­gen, dass die Menge an Antikörpern, die ein Mensch nach der Zweitimpfung hat, rei­chen könn­te, um jah­re­lang vor einer Infektion zu schützen.

Die Ergebnisse der Studie legen also nahe, dass zwei­fach geimpf­te Personen kei­ne Auffrischungsimpfung brau­chen könn­ten – so lan­ge es kei­ne noch anste­cken­de­ren Varianten des Virus gibt.«

Das war dann wohl nichts. Das Niveau der Studie wird so deutlich:

»Allen 41 Studienteilnehmern wur­de zwei­mal im emp­foh­le­nen Abstand der Impfstoff von Biontech-Pfizer gespritzt. 14 von die­sen Probanden wur­den Proben der Lymphknoten ent­nom­men, jeweils drei, vier, fünf, sie­ben und 15 Wochen nach der Erstimpfung.

Die Wissenschaftler berich­ten in ihrer Studie davon, dass das soge­nann­te Keimzentrum auch 15 Wochen nach der ers­ten Impfung, und damit nach der Zweitimpfung, noch hoch­ak­tiv war und die Anzahl der Zellen, die sich an das Coronavirus „erin­ner­ten“, nicht weni­ger gewor­den ist.«

14 Proben von Menschen, die vor Monaten „erst­ge­impft“ wur­den, führ­ten also zu die­sem phä­no­me­na­len Ergebnis.

Völlig egal ist dem Bericht, ob eine wei­te­re Studie einen Mix Biontech/Moderna oder Biontech/Astra unter­sucht. Hauptsache, es wirkt:

»In einer drit­ten Studie aus Großbritannien, die am Montag ver­öf­fent­licht wur­de, ergrün­de­ten die Forscher, wie die Immunantwort ist, wenn man die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna mischt – also erst eine Dosis vom einen Impfstoff und dann eine Dosis des ande­ren erhält. Vorherige Studien hat­ten bereits gezeigt, dass eine Kombination wirk­sam sein kann, das bestä­tig­te auch die­se Studie.

Die Ergebnisse der Kombinationen zei­gen, dass die­se die Wirksamkeit der Impfstoffe erhö­hen. Studienteilnehmer, die eine Erstimpfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer und eine Zweitimpfung mit dem von Astrazeneca erhiel­ten, hat­ten danach fünf­mal so vie­le Antikörper wie nach zwei Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs.

Solche Studienteilnehmer, die eine Erstimpfung mit dem Vakzin von Astrazeenca und eine Zweitimpfung dem von Biontech/Pfizer erhiel­ten, hat­ten danach unge­fähr so vie­le Antikörper wie nach zwei Dosen des Biontech/Pfizer-Impfstoffs…«

Die „Forscher rät­seln noch, war­um eine Impfstoff-Mischung so wirk­sam ist„. Auch darüber:

»Die Nebenwirkungen wie Erkältungssymptome, Kopf- und Muskelschmerzen waren bei der Kombination der Impfstoffe grö­ßer als bei Probanden, die zwei Dosen mit dem glei­chen Impfstoff erhiel­ten. Allerdings dau­er­ten sie nicht lan­ge an. Warum das so ist, ist den Forscher zufol­ge eben­so unklar wie, war­um eine Mischung der Impfstoffe so wirk­sam ist.«


Wie schlecht die Kommentar-Trolle pro­gram­miert sind, zeigt sich hier:

Author: aa