Intensivmediziner: Corona wird künftig wie die jährliche Grippewelle sein

Es ist schon eine merk­wür­di­ge Situation. Einerseits wer­den vor allem in öffent­lich-recht­li­chen Medien Horrogeschichten aus der Zukunft mit Delta & Co. erzählt. Wer nicht min­des­tens zwei­mal „geimpft“ sei, wer­de danach ziem­lich sicher ster­ben oder wenigs­tens „schwe­re Verläufe“ erle­ben. Deshalb müß­ten wohl auch die Kinder dran glau­ben, anders sei Herdenimmunität nicht zu bekommen.

Auf der ande­ren Seite gibt es zuneh­mend Absetzbewegungen vom Panikkurs, auch von eini­gen, auf die die Regierung bis­lang zuver­läs­sig zäh­len konn­te. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis, ist einer davon. Am 15.6. ist auf bz-berlin.de unter obi­ger fast schon schwur­be­li­ger Überschrift zu lesen, er for­de­re „ein Ende des ‚pan­de­mi­schen Denkens‘ in Bezug auf das Coronavirus„.

»Man wer­de in den kom­men­den Wochen und Monaten aus der pan­de­mi­schen Phase her­aus­kom­men, künf­tig wer­de Covid eine Erkrankung des Klinikalltags wer­den und den Schrecken einer in Wellen ver­lau­fen­den Pandemie ver­lie­ren, sag­te Karagiannidis bei einer digi­ta­len Pressekonferenz des Verbands am Dienstag.

„Wir wer­den in den kom­men­den Tagen die magi­sche Grenze von 1000 Patienten unter­schrei­ten.“ Nun sei die Zeit gekom­men, „in eine chro­ni­sche Phase“ über­zu­ge­hen, sag­te Karagiannidis. Corona wer­de den Klinikalltag in den nächs­ten Jahren „wie die jähr­li­che Grippewelle“ beglei­ten.«

In die­ser Meldung gibt es übri­gens kein Wort von drin­gend nöti­gen „Impfungen“.

Author: aa