Eine halbe Million potenzielle Pandemien

Während der Corona-Pandemie wer­den ande­re Viren ver­nach­läs­sigt. Ist das jetzt Viruswohlgefährdung?

spektrum.de (26.5.)

„Das nächs­te Pandemievirus ist viel­leicht schon da. Die Geflügelpest, auch Vogelgrippe oder hoch­pa­tho­ge­ne aviä­re Influenzaviren (HPAI) genannt, gras­siert seit Monaten in vie­len Ländern. Auch in Deutschland. Diese Viren könn­ten eine wei­te­re glo­ba­le Seuche aus­lö­sen, war­nen nun Weifeng Shi und George F. Gao von der chi­ne­si­schen Akademie der Wissenschaften in »Science«. Eine bes­se­re welt­wei­te Überwachung und stren­ge Maßnahmen zur Eindämmung der HPAI-Viren sei­en not­wen­dig, schrei­ben sie…

Eine halbe Million potenzielle Pandemien

Auf Grund der Covid-Pandemie sei­en die Prioritäten bei der Überwachung und Analyse von Viren auf die Bekämpfung der aktu­el­len Pandemie aus­ge­rich­tet wor­den. Die Überwachung von Geflügelfarmen und von Wildvögeln müs­se drin­gend wie­der auf das Niveau vor der Covid-Pandemie oder dar­über hin­aus gebracht wer­den, for­dern die Wissenschaftler…

Im ver­gan­ge­nen Herbst tru­gen zwei Dutzend Fachleute des Weltbiodiversitätsrates IPBES aktu­el­len wis­sen­schaft­li­chen Kenntnisstand über sol­che Erreger in einem Bericht zusam­men. Das Potenzial für neue glo­ba­le Epidemien schät­zen die Wissenschaftler dar­in als immens ein. Die IPBES-Forscher bil­li­gen von den etwa 1,7 Millionen bis­lang unent­deck­ten Viren in Wirtstieren wie Vögeln und Säugetieren zwi­schen einer hal­ben Million und 850 000 ein Pandemiepotenzial zu…

Welche Rolle spielt die Tierhaltung?

Der Biogeograf und Ornithologe Peter Petermann, der sich seit Jahren mit dem Thema beschäf­tigt, bezwei­felt dage­gen die Zugvogel-Hypothese. Viel nahe­lie­gen­der sei die Verbreitung über die Geflügelindustrie, argu­men­tiert er. Die Möglichkeit der Verbreitung bei den Geflügeltransporten wer­de aber mög­li­cher­wei­se aus Rücksichtnahme auf den wich­ti­gen AgrarwWirtschaftszweig [sic] wei­test­ge­hend aus­ge­klam­mert, kri­ti­siert Petermann…

Auch Ausbrüche in ande­ren Ländern könn­ten ihren Ursprung Petermann zufol­ge in Deutschland oder ande­ren Hochburgen des Geflügelexports wie die Niederlande haben. So ver­sor­ge ein ein­zi­ges Unternehmen mehr als 100 Länder mit Eintagsküken. »Kommen in so einen Betrieb die Viren, kön­nen inner­halb von Stunden dut­zen­de Länder ver­seucht wer­den.« Die Zugvögel sei­en mit­hin Opfer und nicht Verursacher der Übertragungen, glaubt der Ornithologe. »Man kann immer sagen, hypo­the­tisch kommt es über den Vogelzug, denn es gibt zu jeder Jahreszeit irgend­wo Vogelzug«, sagt Petermann. »Aber das ist kein Beweis.«“

Während das letz­te Argument schlüs­sig klingt, soll­te man bei dem Namen George F. Gao auf­hor­chen. Er ist seit län­ge­rem eine der Hauptfiguren der von der Pharmaindustrie gesteu­er­ten diver­sen Health Platformen (s. Der Influenza-Influencer). Zudem war er einer der­je­ni­gen FunktionärInnen, die für die Durchsetzung des Drosten-Tests bzw. die Aufweichung sei­ner Kriterien sorg­ten (s. Die Evolution des „Drosten-Tests“ zur Ein-Gen-PCR).


Muß man auch hier wie­der von sub­ver­si­ver Phantasie der Bildredaktion sprechen?

Eine Kurzübersicht zu dem Film von 1973 mit dem deut­schen Titel „… Jahr 2022 … die über­le­ben wol­len“ gibt es auf Wikipedia.

Author: aa