Der Einsatz von Angst zur Verhaltenskontrolle in der Covid-Krise war ‚totalitär‘, geben Wissenschaftler zu

Das ist am 14.5. in „The Telegraph“ zu lesen (Bezahlschranke).

»Wissenschaftler eines Komitees, das den Einsatz von Angst zur Kontrolle des Verhaltens der Menschen wäh­rend der Covid-Pandemie geför­dert hat, haben zuge­ge­ben, dass ihre Arbeit „unethisch“ und „tota­li­tär“ war.

Mitglieder der Scientific Pandemic Influenza Group on Behaviour (SPI‑B) drück­ten in einem neu­en Buch über die Rolle der Psychologie bei der Covid-19-Antwort der Regierung ihr Bedauern über die­se Taktik aus.

Die SPI‑B warn­te im März letz­ten Jahres, dass die Minister „den wahr­ge­nom­me­nen Grad der per­sön­li­chen Bedrohung“ durch Covid-19 erhö­hen müss­ten, weil „eine beträcht­li­che Anzahl von Menschen sich immer noch nicht aus­rei­chend per­sön­lich bedroht fühlt“.

Gavin Morgan, ein Psychologe des Teams, sag­te: „Es ist klar, dass die Verwendung von Angst als Mittel der Kontrolle nicht ethisch ist. Die Verwendung von Angst hat einen tota­li­tä­ren Beigeschmack. Es ist kei­ne ethi­sche Haltung für eine moder­ne Regierung. Ich bin von Natur aus ein opti­mis­ti­scher Mensch, aber all dies hat mir eine pes­si­mis­ti­sche­re Sicht auf die Menschen gegeben.“

Herr Morgan sprach mit der Autorin Laura Dodsworth, die ein Jahr damit ver­bracht hat, die Taktiken der Regierung für ihr Buch „A State of Fear“ zu unter­su­chen, das am Montag ver­öf­fent­licht wurde.

Die Minister wur­den wie­der­holt mit dem Vorwurf kon­fron­tiert, sie hät­ten die Bedrohung durch die Pandemie hoch­ge­spielt, um Lockdowns zu recht­fer­ti­gen und die Öffentlichkeit zu zwin­gen, sich dar­an zu hal­ten – eine Behauptung, die in der bevor­ste­hen­den öffent­li­chen Untersuchung über die Reaktion auf die Pandemie unter­sucht wer­den wird.

Die SPI‑B ist eines der Unterkomitees, das die wis­sen­schaft­li­che Beratungsgruppe für Notfälle (Sage) berät, die von Sir Patrick Vallance, dem wis­sen­schaft­li­chen Chefberater, gelei­tet wird.

Ein SPI-B-Wissenschaftler sag­te Frau Dodsworth: „Im März [2020] war die Regierung sehr besorgt über die Einhaltung der Vorschriften und sie dach­ten, dass die Leute nicht ein­ge­sperrt wer­den wol­len. Es gab Diskussionen dar­über, dass Angst not­wen­dig sei, um die Einhaltung der Vorschriften zu för­dern, und es wur­den Entscheidungen dar­über getrof­fen, wie man die Angst ver­stär­ken könn­te. Die Art und Weise, wie wir Angst ein­ge­setzt haben, ist dystopisch.

„Der Einsatz von Angst war defi­ni­tiv ethisch frag­wür­dig. Es war wie ein selt­sa­mes Experiment. Letztendlich ging es nach hin­ten los, weil die Leute zu viel Angst bekamen.“

Ein ande­res SPI-B-Mitglied sag­te: „Man könn­te Psychologie ‚Gedankenkontrolle‘ nen­nen. Das ist es, was wir tun … wir ver­su­chen natür­lich, es auf eine posi­ti­ve Art und Weise zu machen, aber es wur­de in der Vergangenheit schänd­lich eingesetzt.“

Einer warn­te, dass „die Leute die Pandemie nut­zen, um die Macht zu ergrei­fen und Dinge durch­zu­set­zen, die sonst nicht pas­sie­ren wür­den… Wir müs­sen sehr vor­sich­tig sein mit dem Autoritarismus, der sich einschleicht“.

Ein ande­rer sag­te: „Ohne einen Impfstoff ist die Psychologie die Hauptwaffe… Die Psychologie hat eine wirk­lich gute Epidemie gehabt.“

Neben offe­nen Warnungen über die Gefahr des Virus wur­de die Regierung beschul­digt, die Öffentlichkeit mit einer Non-Stop-Diät von schlech­ten Nachrichten zu füt­tern, wie z.B. Todesfälle und Krankenhausaufenthalte, ohne jemals die Zahlen in einen Kontext mit Nachrichten dar­über zu set­zen, wie vie­le Menschen sich erholt haben, oder ob die täg­li­chen Todeszahlen über oder unter dem sai­so­na­len Durchschnitt liegen.

Ein ande­res Mitglied von SPI‑B sag­te, sie sei­en „fas­sungs­los über die Bewaffnung der Verhaltenspsychologie“ wäh­rend der Pandemie gewe­sen, und dass „die Psychologen nicht zu mer­ken schie­nen, als es auf­hör­te, altru­is­tisch zu sein und mani­pu­la­tiv wur­de. Sie haben zu viel Macht und das berauscht sie“.

Steve Baker, der stell­ver­tre­ten­de Vorsitzende der Covid Recovery Group der Tory-Abgeordneten, sag­te: „Wenn es wahr ist, dass der Staat die Entscheidung getrof­fen hat, die Öffentlichkeit in Angst und Schrecken zu ver­set­zen, um die Einhaltung von Regeln zu errei­chen, wirft das äußerst erns­te Fragen über die Art von Gesellschaft auf, die wir wer­den wollen.

„Wenn wir wirk­lich ehr­lich sind, befürch­te ich, dass die heu­ti­ge Regierungspolitik den Wurzeln des Totalitarismus in die Hände spielt? Ja, natür­lich tut sie das.“«

Hier kann man Teile des genann­ten Buches lesen: https://www.amazon.co.uk/State-Fear-government-weaponised-Covid-19/dp/1780667205

Author: aa