BioNTech und Moderna: Herzentzündungen nach mRNA-Impfungen

Monatelang haben „Fakten-Checker“ dies als Verschwörungstheorie ent­larvt, nun ist es offi­zi­ell. Unter obi­ger Überschrift ist bei der „Deutschen Welle“ am 24.6. zu lesen:

»Bereits seit Ende April ist bekannt, dass es nach COVID-19-Impfungen mit mRNA-Impfstoffen auch bei jun­gen und sport­li­chen Menschen zu Fällen von Herzmuskelentzündungen (Myokarditis) kom­men kann. Die Gesundheitsbehörden von Israel hat­ten als ers­te davon berich­tet. Sie waren schon damals bei ihrer Impfkampagne weit fort­ge­schrit­ten und ver­füg­ten dar­über hin­aus auch über umfas­sen­de Patientendaten. 

Nun berich­tet auch die US-Gesundheitsbehörde Center for Disease Control (CDC), dass es seit April in den USA mehr als ein­tau­send Berichte über Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen (Myokarditis und Perikarditis) nach mRNA-Impfungen gegen COVID-19 gege­ben habe. Das CDC betrach­tet die­se Fälle als Impfnebenwirkung. Die Impfstoffe stamm­ten von BioNTech/Pfizer und Moderna.

Die meis­ten Betroffenen waren Jugendliche und jun­ge Erwachsene über 16 Jahre. Und die Fälle tra­ten typi­scher­wei­se inner­halb eini­ger Tage nach der zwei­ten Impfung auf. In der CDC-Stellungnahme heißt es, dass „die meis­ten Patienten, die sich in Behandlung bege­ben hat­ten, gut auf die Therapie und Bettruhe ange­spro­chen haben und schnell wie­der gene­sen“ seien.

Entzündungen folgen meist auf eine Infektion

Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündungen kön­nen (nicht als Impfnebenwirkung) auch bei gesun­den und ath­le­ti­schen Menschen auf­tre­ten und bei einem unglück­li­chen Verlauf schwe­re und sogar lebens­be­droh­li­che Folgeschäden nach sich ziehen. 

Diese Gefahr ist beson­ders groß, wenn etwa Ausdauersportler eine Infektion nicht erken­nen oder nicht ernst neh­men, und wei­ter­hin trai­nie­ren, obwohl sie zum Beispiel bei Fieber eine Ruhephase nötig hätten.

Die häu­figs­ten Auslöser sind Viren, ins­be­son­de­re Erkältungsviren (Adenoviren und Coxsackie-Viren), Herpesviren oder Grippeviren. Auch SARS-CoV‑2 kann bei COVID-19 zu den bei­den Formen von Herzentzündungen füh­ren. In der Regel sind die Entzündungen Folge einer Immunreaktion des Körpers auf das Virus.«

„Augen zu und durch“ wird als Motto ausgegeben:

»Soll ich mich oder mein Kind trotzdem impfen lassen?

Es ist viel wahr­schein­li­cher, eine fol­gen­schwe­re Herzentzündung nach einer COVID-19-Erkrankung zu erlei­den, als nach einer COVID-19 Impfung. Zudem sind in den aus den USA berich­te­ten Fällen die Herzentzündungen nach den Impfungen meist gut verheilt.

Insofern emp­fiehlt das CDC auch wei­ter­hin eine COVID-19-Impfung für alle ab 12 Jahre. Es sei auch wei­ter­hin wich­tig, die zwei­te Impfdosis zu bekom­men, um einen vol­len Impfschutz zu haben, schreibt die Behörde.

Die deut­sche Ständige Impfkommission hat bis­her kei­ne gene­rel­le Empfehlung für Kinder und Jugendliche abge­ge­ben, auch wenn der Impfstoff von BioNTech/Pfizer von der euro­päi­schen Zulassungsbehörde (EMA) bereits für Menschen ab 12 Jahren frei­ge­ge­ben wur­de. Eltern müs­sen dem­nach nach Rücksprache mit der Ärztin oder dem abwä­gen, ob sie ihre Kinder imp­fen lassen. 

Auf jeden Fall soll­ten die Eltern von Kindern oder auch jun­ge Erwachsene mit bestimm­ten Vorerkrankungen mit einem Arzt abklä­ren, inwie­fern ein Impfschutz gebo­ten ist.«

Kann es anders als kri­mi­nell bezeich­net wer­den, jun­gen Menschen mit einem Erkrankungsrisiko nahe Null zu emp­feh­len, sich einem der­ar­ti­gen Risiko auszusetzen?

Author: aa