Berlin: Wie hoch ist der Delta-Anteil bei null Neuinfektionen?

„Radioeins – nur für Erwachsene“ fragt sicher­heits­hal­ber einen Modellierer. Denn bei null Neuinfektionen in Berlin und drei­en in Brandenburg will die Story mit der böse anste­cken­den Delta-Variante nicht so recht ver­fan­gen. Können wir uns aber wei­ter­hin „unge­schütz­te Kontakte“ erlau­ben? „Auf kei­nen Fall“, sagt der aus der Liga „irgend­was mit Computern“. Denn wenn im Fahrstuhl jemand hus­tet, sind alle Ungeimpften hoch gefähr­det, die ihn anschlie­ßend betreten.

Der Mann der das ver­zapft, heißt Tim Conrad und kommt – Achtung! – vom Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin. Offenbar hat er die Daumenlutscher-Geschichte aus dem „Struwwelpeter“ noch nicht verarbeitet:

»„Konrad!“ sprach die Frau Mama,
„Ich geh’ aus und du bleibst da.
Sei hübsch ordent­lich und fromm.
Bis nach Haus ich wie­der komm’

Ach ja, auch Conrad weiß: „Geimpfte“ sind nicht wirk­lich geschützt und vor allem anste­ckend. Deshalb wer­den die Zahlen im Herbst hoch, hoch, hoch gehen.

»Vorsicht sei zudem auch nach den Ferien in den Schulen gebo­ten, so Conrad wei­ter: „Die meis­ten der unter 16- und unter 12-Jährigen wer­den dann noch nicht geimpft sein. Und wenn auch nur ein Fall der Delta-Variante in einer Klasse auf­tritt, wird sich die größ­te Zahl in die­ser Klasse anste­cken.“ Er befür­wor­te daher nach den Ferien für Wechselunterricht, für Masken im Klassenraum, regel­mä­ßi­ges Lüften – und „tes­ten, tes­ten, tes­ten“, so der Mathematiker.«

Es ist ange­sichts des Beitrages schwer zu ent­schei­den, ob der Mathematiker oder der Moderator die größ­te Gefahr für die geis­ti­ge Gesundheit darstellt.

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Author: aa